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Das Leben eines Drogenmilliardäres

Von Marc Witzki, 10f/d, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Der aus Kolumbien stammende Drogenbaron Pablo Emilio Escobar Gaviria, welcher auch Don Pablo genannt wurde, lebte vom 1. Dezember 1949 bis zum 2. Dezember 1993. Damals zählte er zu den reichsten Menschen der Welt.

Er wurde in der Stadt Rionegro geboren. Außerdem hatte er sechs Geschwister, sein Vater war Viehzüchter und seine Mutter Lehrerin. Seine Familie besaß zwölf Hektar Land. In seiner Jugend verbrachte er viel Zeit in den Bars des Rotlichtbezirks „Jesus el Nazareno“. Er besaß Schusswaffen, die ihm schnell Respekt verschafften.

Erst entführte er Leute und erpresste Lösegeld, später dann handelte er mit Kokain. Während seiner „besten Zeiten“, machte er 1,5 Millionen US-Dollar am Tag. Im Jahre 1976 heiratete er die 15 jährige Maria Henao Vellejo. Mit ihr bekam er zwei Kinder Juan und Manuela Pablo. Die Ehe wurde als sehr glücklich eingeschätzt.

Trotzdem betrog er sie mit anderen Frauen. Wenn diese Frauen schwanger waren, ließ er sie entweder von seinen Auftragsmördern umbringen oder er ließ einen Arzt kommen der das Kind abtrieb. Escobars Cousin, Gustravo Gaviria wurde 1976 wegen Auslieferung von Kokain in Miami zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Jedoch wurde er nach einer Bestechung wieder frei gelassen. Die Beamten, die ihn verhaftet haben, wurden ermordet.

Die Auslieferung wurde meistens von einer Flugzeug Staffel übernommen, die insgesamt circa eine Tonne Kokain geladen hatten. Im Jahr 1978 wurde er als Abgeordneter in den Stadtrat von Medellin gewählt. Er war bei den Armen sehr beliebt weil er Straßen, Schulen und circa 400 Häuser baute.

1979 kaufte er für 63 Millionen US-Dollar eine 3000 Hektar große Ranch bei Puerto Triunfo, mit sechs Swimmingpools, ein gynäkologisches Untersuchungszimmer, künstliche Seen und einem Straßennetz. Außerdem schmuggelte er mehrere Tiere mit auf die Ranch, wie zum Beispiel Elefanten, Büffel, Löwen, Nashörner, Gazellen, Flusspferde, Kamele und Straußen.

1982 ließ er sich als Abgeordneter in den kolumbianischen Kongress wählen. Escobar ließ die Gesetze so ändern, dass man nicht an andere Länder ausgeliefert werden darf, wenn man die Straftaten im eigenen Land begangen hat. Er ließ hunderte von Polizisten und Richtern töten, für die er pro Kopf bis zu 1000 Dollar Kopfgeld aussetzte.

Noch heute liegen viele Millionen Dollar auf Schweizer und Luxemburger Konten. Nach Friedensverhandlungen im Jahr 1991 einigte man sich auf einen Waffenstillstand. Escobar ging freiwillig ins Gefängnis, jedoch war dieses Gefängnis kein normales Gefängnis. Es war ein fünf Sterne Gefängnis das er selbst erbauen ließ. Daraus ergab sich für ihn ein Vorteil – er konnte seine Drogengeschäfte weiterhin aus dem Gefängnis leiten.

Die Regierung wollte ihn in ein anderes Gefängnis verlegen, worauf hin er ausbrach.

Später wandten sich auch verbündete Teile der Unterwelt gegen ihn. Das Cali-Kartell finanzierte zusammen mit Angehörigen von Escobar‘s Mordopfern die „Los Pepes“ . Ein Tötungskommando. Escobar starb auf einem Dach.

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