Lars Ratzka träumt von einem Leben auf dem Meer

Nach seinem Studium darf sich Lars Ratzka Nautischer Offizier nennen und auf der Brücke arbeiten. Foto: Lara Behr
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Nach seinem Studium darf sich Lars Ratzka Nautischer Offizier nennen und auf der Brücke arbeiten.

Mit einem Nautik-Studium zum dritten Offizier

Von Aaron Behr, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Lars Ratzka hat einen ausgefallenen Berufswunsch. „Wenn man Nautik studiert, will man Kapitän von einem Schiff werden. Um diesen Beruf ausüben zu können, braucht man ein gutes Verständnis für Mathematik und Physik“, erzählt er. „Außerdem muss man Führungsqualitäten besitzen und sollte gerne auf dem Wasser und im Team zusammenarbeiten.“

Der 20-Jährige, der im dritten Semester Nautik in Warnemünde studiert, fand Schiffe schon immer spannend. Er war fasziniert davon, wie genau die Schiffe im Hafen manövriert werden können, obwohl sie so riesig sind. Mit 14 Jahren war er das erste Mal mit seiner Familie mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs.

Die Pandemie wirft die Branche in eine schwere Krise

Der Arbeitsplatz auf dem Meer hat ihn neugierig gemacht und er hat sich nach dem Abitur informiert, wo er in diesem Gebiet arbeiten kann. Schließlich sei er auf den Studiengang Nautik gestoßen und verfolgt seitdem seinen Traum. Er kann sich Nautischer Offizier nennen, wenn er sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat. „Dann kann ich auf allen Schiffen als dritter Offizier auf der Brücke anfangen“, erzählt Lars Ratzka.

Allerdings ist jetzt durch die Corona-Krise Reisen viel schwieriger geworden. Das betrifft auch Kreuzfahrtschiffe, auf denen Lars Ratzka eigentlich unterwegs ist. An Bord von Kreuzfahrtschiffen befinden sich viele Passagiere auf verhältnismäßig kleinem Raum. Da ist die Gefahr groß, dass ein Passagier das Virus verbreitet. Daher liegen momentan viele Schiffe mit minimaler Besatzung vor Anker und warten darauf, dass wieder Gäste an Bord können. Das geht nur mit einem klugen Hygienekonzept.

„Ein Vorteil an diesem Beruf ist, so viele neue Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu treffen. Außerdem bereise ich während der Arbeit die ganze Welt“ , berichtet Lars Ratzka.

Er findet, dass auf den Schiffen ein anderes Arbeitsklima herrsche. Man arbeite an Bord zusammen und verbringe auch die Freizeit gemeinsam. Das schweißt zusammen. Ein großer Nachteil ist allerdings, dass er länger von Familie und Freunden getrennt ist.

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