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Kurrende – mehr als ein Chor

Von Gerrit Schneider, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Das nächste große Konzert nach den vorweihnachtlichen Quempaskonzerten ist die Johannes-Passion am 10. März 2018 in der Friedhofskirche in Wuppertal. Musikalischer Leiter des Konzertchores ist seit Juni 2017 Herr Markus Teutschbein.

Die Wuppertaler Kurrende ist ein Knabenchor für Jungen ab sechs Jahren. Dieser Chorverein ist aktiv seit 1924 und wurde von Erich von Baur gegründet. Der evangelische Kirchenkreis Wuppertal ist Träger des Vereins. Die Kurrende hat seinen Sitz auf der Mozartstraße.

Das Wort KURRENDE kommt aus Ostdeutschland und bedeutet Laufchor. Es handelte sich um bedürftige Kinder, die um die Häuser gezogen sind und für Geld und Essen gesungen haben. In der Vorweihnachtszeit war es ein Privileg für die Kurrende-Chöre ein oder mehrere Konzerte zu geben, die man Quempas nennt. Das ist lateinisch und heißt so viel wie „die Hirten singen“.

Der Weg in der Kurrende

Wenn man Kurrendaner werden will fängt man je nach Alter und Können bei den Spatzen (Einstiegschor) oder den Vorchören (Sing- oder Chorschule) an. Hat man sich dort gut entwickelt, bekommt man die Möglichkeit in den Konzertchor zu wechseln. Der Konzertchor ist der eigentliche Hauptchor, der die großen Konzerte singt.

Kommen die Knaben in den Stimmbruch, wechseln sie zu den sogenannten „Mutanten“ und singen nicht mehr in den Chören mit, sondern haben einmal pro Woche eine eigene Probe. Ist der Stimmbruch überstanden, kommen die Sänger in den Jungmännerchor. Dort erhalten sie weiterhin Stimmbildung und machen eigene kleine Chorauftritte. Wenn sie soweit sind, wieder an den Konzerten teilzunehmen, wechseln sie in den Männerchor, der ein Teil des Konzertchores ist.

Die Kurrende ist aber nicht nur ein reiner Chor, sondern hat durchaus auch Jugendgruppen- oder Familiencharakter. Man singt nicht nur gemeinsam, sondern man spielt auch zusammen (zum Beispiel Fußball), verbringt seine Freizeit gemeinsam, fährt auf Konzertreisen und macht gemeinsam Urlaub.

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