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Kröten über die Straße bringen

Ehrenamtliche können sich engagieren.

Von Simon Splettstößer, 9b, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Jedes Jahr im Frühling werden tausende von Leben auf deutschen Straßen beendet. Zum Glück handelt es sich nicht um Menschen, sondern um Kröten, aber ein Leben ist ein Leben. Bei der Krötenwanderung im März sehen die Straßen jährlich wie Schlachtfelder aus, obwohl mit einem extra Verkehrszeichen auf die Krötenwanderung hingewiesen wird. In manchen Fällen werden sogar ganze Straßen gesperrt, um die Amphibien zu schützen. Aber leider gibt es heutzutage viel zu viele Mitmenschen, die keine Rücksicht nehmen. Der Straßenverkehr stellt für die Tiere die größte Gefahr bei ihrer Reise dar.

Doch glücklicherweise gibt es auch einige freiwillige Helfer, wie zum Beispiel Tierliebhaber oder auch die Mitarbeiter der Stadt und Tierschützer, die bei der Aktion helfen. Soll man nun jeden Abend auf den Straßen gucken, ob dort Kröten sitzen? Nein! Da die Kröten auch viele Hauptstraßen überqueren müssen, um an ihre Laichgründe zu gelangen, werden an den kritischen Stellen sogenannte Krötenzäune aufgestellt. Das sind ungefähr einen halben Meter hohe, aus Kunststoff bestehende Gewebezäune hinter denen mit etwa 10 Zentimetern Abstand Eimer im Boden versenkt werden. Wenn die Kröten aus dem Wald kommen, laufen sie so lange an den Zäunen entlang, bis sie in die Eimer fallen. Die Zäune werden abends und morgens von den Helfern kontrolliert, um die Tiere sicher über die Straße zu bringen.

Die Krötenwanderung dient der Fortpflanzung der Tiere. Sie wollen an den Teich zurück, in dem sie selbst geschlüpft sind und dort ihren Laich ablegen. Um dem Nachwuchs die bestmögliche Überlebenschance zu bieten, wandern stets hunderte von Tieren gleichzeitig.

Meine Eltern und ich engagieren uns seit acht Jahren ehrenamtlich bei der Krötenwanderung. Wer sich engagieren möchte, kann sich beim Stadtdienst für Natur und Umwelt informieren.

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