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Als der Krieg nach Solingen kam

Von Julian Schröder, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Der Zweite Weltkrieg war für die Solinger eine schreckliche Zeit. Jederzeit konnten die Alliierten Solingen angreifen. 1937 wurde mit dem Bau eines Waffenrings bestehend aus Luft-Abwehr Geschützen begonnen, bei dem später sogar Jugendliche als Flakhelfer eingesetzt wurden.

Als weitere Luftschutzmaßnahme wurde die Anzahl der zu bauenden Bunker von 12 auf 15 erhöht. Am 5. Juni 1940 trafen dann die ersten Bomben Solingen, den ersten Toten durch Bomben gab es dann am 12. Oktober 1940. Zum Schutz vor Alliierten Luftangriffen wurde im Herbst 1940 der Schulunterricht in Waldgebiete verlegt.

Im Jahre 1943 wurden im Zeitraum zwischen März und Juni weitere schwere Luftangriffe geflogen. Die mit Abstand schwersten Luftangriffe fanden am 4. und 5. November 1944 statt, bei denen die Solinger Innenstadt und die Altstadt nahezu vollständig zerstört wurden.

Wahrzeichen wie zum Beispiel der alte Markt und die alte Kirche lagen in Trümmern. So gut wie kein Gebäude in diesem Gebiet hatte den Angriff überstanden. Am 16. Februar 1945 wurde ein gezielter Angriff der Alliierten gegen die Rüstungsfirma Rautenbach geflogen.

Der Hauptgrund dieser vielen Angriffe war die industrielle Stärke Solingens. Der Krieg war für Solingen am 17. April 1945 vorbei, als amerikanische Soldaten der 94. US-Infanterie Division kampflos in Solingen einmarschierten. Die schweren Luftangriffe auf Solingen forderten mehr als 5000 Tote.

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