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Krebsheilung nicht mehr weit?

Von Gian Luces Sauerzweig, 10f, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Bei der Krebstherapie ist es am wichtigsten, die Ausbreitung und Bildung von Metastasen einzudämmen. Es gibt einige wenige Krebszellen, die sich von ihrem Gewebeverband ablösen und in die Blutbahn gelangen können. Wenn die Zellen in die Blutbahn gelangen, können sich im ganzen Körper Tumore bilden.

Spanische Onkologen haben ein Merkmal in Proteinen identifizieren können, die sich in der Zellhülle befinden. Die Proteine sind für die Aufnahme von Fettsäuren zuständig. Die Onkologen haben bei mit Krebs befallenen Mäusen einen Blocker angewand, der die Metastasen in ihrer Ausbreitung gehemmt hat und dafür sorgte, dass sie begannen zu schrumpfen, berichteten die Onkologen im Fachjournal „Nature“.

Es wird gehofft, dass man diese Therapie auch bei Krebspatienten einsetzen kann, um die Bildung von Metastasen zu verringern. „Wir haben es zwar noch nicht für alle Tumorarten überprüft, aber wahrscheinlich ist der Rezeptor CD36 ein generelles Kennzeichen aller metastasierender Zellen“, sagte Salvador Aznar Benitah von Institut for Research in Biomedicine in Barcelona.

Bei Tierversuchen werden die neuen Methoden getestet

Die Forscher verwenden menschliche Mundtumorzellen und injizierten es den Mäusen, dabei produzierten die Tumorzellen große Mengen des Proteins CD36 und auch mehrere Gene, die für die Verwertung von Fettsäuren zuständig sind, wurden aktiviert. Bei dem Test wurden einige Mäuse mit fettreicher Nahrung gefüttert und bei ihnen entwickelten sich deutlich mehr Krebszellen zu Metastasen und auch ihre Anzahl und Größe waren deutlich gestiegen.

Der enge Zusammenhang zwischen Metastasen und Fett müsse noch genauer untersucht werden, sagte Benitah. Bei dem Versuch mit einem Antikörper, die CD36-Rezeptoren bei Krebszellen zu blockieren, wurde die Metastasen Bildung ohne Nebenwirkungen deutlich gehemmt. Bei der Behandlung bildeten sich 20 Prozent der Tumore zurück und die Übrigen schrumpften. Sollte die Therapie sich beim Menschen als erfolgreich erweisen, könnte es in fünf bis zehn Jahren eine vernünftige und ungefährliche Krebstherapie geben.

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