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Krebs muss nicht das Ende sein

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Auf dem Bildschirm ist ein winziger Tumor in der Brust einer Patientin zu sehen. 

Eine junge Krebs-Patientin erzählt, wie sich ihr Leben nach der Schock-Diagnose verändert hat.

Von Ceylan Eryürek, 8b, Gesamtschule Höhscheid

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Dies verändert das Leben der erkrankten Person schlagartig – wie auch das von Zeynep (Name geändert). Weltweit erkranken jährlich 14 Millionen Menschen an Krebs. Davon wird jeder zweite Krebspatient geheilt. Frauen erkranken am meisten an Brustkrebs und Männer an Lungenkrebs.

Gerade bei   häufigen Tumorarten wie Hautkrebs, Darm- und Prostatakrebs haben sich die Heilungschancen stark verbessert. In den letzten Jahren ist die Chemotherapie für Patienten verträglicher geworden und somit wird die Lebensqualität erheblich verbessert. Das folgende Interview habe ich mit der jungen Krebspatientin Zeynep geführt.

Wie reagierten Sie selbst auf die Nachricht?

Zeynep: An was denkt man, wenn man Krebs hört? An den Tod! Doch was einem in diesen Moment klar wird, ist, dass man stark sein muss! Nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen, die einen lieben.

Wie haben Sie auf die Nachricht reagiert, dass Sie Ihre Haare verlieren werden?

Zeynep: Ich habe diese Nachricht erwartet, dass ich meine Haare verlieren werde. Doch der Moment, wenn man es von einem Arzt gesagt bekommt, ist trotzdem sehr erschreckend. Wie kann sich ein 19-jähriges Mädchen mit langen dunklen Haaren vorstellen, all diese zu verlieren?

Wie war der Moment, als Ihre Haare angefangen haben auszufallen?

Zeynep: Ich wusste es ja bereits! Aber als es dann anfing, war es natürlich sehr schlimm. Jedes Mal, wenn ich meine Haare berührte, hatte ich Haare in der Hand. Sie waren überall. Ich weiß noch, wie meine Mutter neben mir anfing zu weinen und mich in die Arme nahm. In diesem Moment habe ich realisiert, dass ich in wenigen Tagen wirklich mit einer Glatze durchs Leben laufen muss. Nachdem immer mehr Haare ausfielen, entschied ich mich dazu, mich von meinen Haaren zu verabschieden. Am nächsten Abend – meine Familie und mein Freund waren da – rasierte mein Vater, der selbst eine Glatze hat, mir den Kopf.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor?

Zeynep: Was ich in dieser Zeit gelernt habe, ist, dass das Wichtigste im Leben nicht die Klamotten sind, die ich trage oder ob meine Haare geglättet sind oder nicht, sondern die Gesundheit. Das Wichtigste ist die Gesundheit und die Menschen die einen lieben! Und ich danke meiner Familie und meinem Freund für alles! Dass sie immer für mich da waren.

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