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Kommentar: Viel geredet – nicht gehandelt

Von Pauline Reinicke, 8a, Theodor-Heuss-Realschule

Am Mittwoch, den 22. November 2017 veröffentlichte die Morgenpost einen Artikel über die Emigration von Millionen von Deutschen im 19. Jahrhundert. Forscher werteten Auswanderstatistiken, Erntemengen und Wetterdaten aus und folgerten, dass 20 bis 30 Prozent der Migrationswellen auf klimatische Bedingungen zurückzuführen sind.

Was vor mehr als 100 Jahren Fakt war, ist heute genauso. Der Klimawandel schreitet fort. Kaum ein Land erreicht nachhaltig eine Reduzierung der CO² Mengen. Folge wird sein: Erderwärmung, die Dürre und Mangel an Trinkwasser bewirkt, steigender Meeresspiegel, der bewohnte Gebiete mit Salzwasser überschwemmt, Hurrikans die öfter und heftiger ganze Landstriche verwüsten.

Die Auswanderer im 19. Jahrhundert hatten die Chance in Amerika einen Platz zum Leben zu suchen. Wo finden zukünftig Millionen Menschen Zuflucht, deren Lebensgrundlage durch das Wetter zerstört wird? In welchem Land sind sie dann willkommen? Ich habe den Eindruck, dass sich nur wenige Menschen wirklich mit diesem Thema auseinandersetzen, besonders Politiker.

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