Mit 15 Jahren schon Mutter

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Wenn Jugendliche selbst schwanger werden, bringt das Probleme. Archivfoto: Uli Preuss

Eine Jugendliche erzählt, wie sie Schwangerschaft und Geburt erlebt hat. Jetzt klappt der Alltag mit dem Baby.

Von Sarah Reikowski, 10b, Geschwister-Scholl-Schule

Der Kinderwunsch stellt sich meist ein, wenn man erwachsen ist, die Schule beendet und einen Beruf ergriffen hat. Doch immer wieder gibt es junge Mütter, die im Alter von 13 bis 18 Jahren schwanger werden. Die Schwierigkeiten werden dabei oft unterschätzt. Die eigene Jugend ist nicht mehr so, wie man es sich vorgestellt hat.

Wie ist es, wenn man jung Mutter wird und einem das Leben plötzlich so unsicher erscheint? Ich habe mit einer jungen Mutter gesprochen, die im Alter von 15 Jahren schwanger wurde. Ich habe ihr ein paar Fragen über ihren Alltag und ihre Gefühle gestellt. Als sie erfuhr, dass sie schwanger war, war sie schockiert, traurig und verwirrt. Ihre Mutter war ebenfalls durcheinander und machte sich Sorgen um die Zukunft ihrer Tochter.

Diese wurde während der Schwangerschaft bisweilen beleidigt, weil sie so jung war, aber sie wusste, dass sie stark bleiben muss. Die Schwangerschaft war sehr anstrengend, da der Körper für die Schwangerschaft noch gar nicht ausgereift war. Oft bekam sie oft Heißhunger, nahm zu, und sie hatte starke Kreislaufprobleme. Nach der Schwangerschaft nahm sie schlagartig von 60 auf 49 Kilogramm ab und wurde sehr schwach.

Als sie den Kleinen auf dem Arm hielt, war sie glücklich

Die Geburt an sich war entspannt, und nachdem sie den Kleinen das erste Mal auf dem Arm hatte, war sie überglücklich und hat sich sofort verliebt. Wenn sie heute mit ihrem Sohn unterwegs ist, bekommt sie manchmal schräge Blicke zugeworfen, aber oft bekommt sie auch Komplimente. Sie selbst fühlt sich wohl, wenn sie mit Kind unterwegs ist. Momentan soll sie auf Empfehlung des Mutter-Kind-Heimes ein Jahr nicht in die Schule, damit die Mutter-Kind-Bindung hergestellt werden kann.

Nach dem Jahr möchte sie auf der Berufsschule ihren Abschluss nachholen. Dann möch-te sie eine Ausbildung machen, arbeiten gehen, um eine Wohnung zu haben und um dem Kind etwas bieten zu können.

Der Alltag der Familie war zuerst etwas kompliziert, da alles neu war. Doch nun ist alles zur Gewohnheit geworden. Sie stehen um 7 Uhr auf, weil der Kleine mittlerweile durchschläft. Dann bekommt er ein Fläschchen und wird gewickelt. Vormittags macht sie etwas den Haushalt. Um 12.30 Uhr gibt es ein Gläschen. Von 13 bis 14 Uhr wir dann ein Mittagsschläfchen gemacht. Nachmittags gehen sie spazieren. Um 19.30 gibt es das letzte Fläschchen und dann kommt der kleine Kerl ins Bett.

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