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Integration von Flüchtlingen gelingt

Navid Amiry fühlt sich wohl in Deutschland.

Von Dustin Fiedler, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Navid Amiry ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Flüchtlingsintegration in Solingen. Der 24-jährige Afghane lebt mittlerweile seit vier Jahren in Deutschland und begann im Sommer 2016 seine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik bei der Firma BIA in Solingen. Alles deutet darauf hin, dass er im Sommer seine dreijährige Ausbildung erfolgreich beenden wird.

Navid flüchtete 2015 vor den Taliban aus Afghanistan nach Deutschland. Seine Flucht dauerte fast einen Monat. Er brauchte acht Tage, um in die Türkei zu gelangen. Dort blieb er fast drei Wochen, bevor er über das Mittelmeer weiter nach Italien flüchtete. Von dort aus fuhr er mit dem Zug bis nach Deutschland.

Sein erster Eindruck von Deutschland war fast so, wie er es erhofft hatte. Er mochte vor allem die Züge, weil diese so sauber waren. Außerdem gefiel ihm, dass es überall in Deutschland so grün war, anders als in Afghanistan. „Ich erhoffte mir in Deutschland ein neues Leben, einen guten Beruf und auf jeden Fall mehr Sicherheit“, erzählt Navid in meinem Interview.

Für Navid war Deutschland eine große Herausforderung, da er die Sprache nicht sprechen konnte und alles komplett neu für ihn war. Aber es freute ihn, dass alle sehr respektvoll mit ihm umgegangen sind. Navid lebte erst in einem Wohnheim. Dort lernte er zwei weitere junge Afghanen kennen. Zu dritt beschlossen sie dann, zusammen in eine kleine Wohnung nach Solingen Wald zu ziehen. Später zog er dann alleine in eine Wohnung, da er viel lernen musste und seine Ruhe brauchte.

An der Bergischen Volkshochschule besuchte er zuerst einen Deutschkurs und bestand dort die B1-Prüfung. Navid wurde von Anfang an von der Firma sehr unterstützt. Seit Beginn seiner Ausbildung besucht er zusätzlich einmal pro Woche einen Nachhilfeunterricht in Wuppertal, der von BIA organisiert wird.

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