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Insekten auf dem Teller

Von Paul Jüngels, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Während sich die meisten Deutschen zur Zeit wohl kaum vorstellen können Insekten zu essen, ist es in anderen Ländern der Welt ganz normal Ameisen, Mehlwürmer und andere Insekten zu verspeisen. In Neuguinea beispielsweise werden Maden, in Japan Fliegenlarven, auf Bali Libellen und in Teilen Afrikas Termiten gegessen.

In Deutschland ist es im Moment noch verboten Insekten als Lebensmittel zu verkaufen, aber das könnte sich bald ändern. Ab dem 1. Januar 2018 gilt eine neue Richtlinie der EU zum Thema Lebensmittelzulassungen. Für den Verzehr von Insekten spricht, dass es viel leichter ist, ein Kilogramm Insektenmasse zu produzieren als ein Kilogramm Rindfleisch.

Insekten können im Durchschnitt zwei Kilogramm Futter in ein Kilogramm Insektenmasse umwandeln, Rinder benötigen dafür mindestens acht Kilogramm Futter. Die Herstellung von Insektenmasse ist also deutlich günstiger als die von Rindfleisch. Rinder erzeugen auch viel mehr Kohlenstoffdioxid als zum Beispiel Mehlwürmer und das schadet natürlich dem Klima. Die Zucht von Insekten benötigt außerdem viel weniger Fläche.

Zusammenfassend ist die Zucht von Insekten deutlich umweltfreundlicher als die von Rindern, Schweinen oder Hühnern. Auch liefern Insekten im Vergleich zu Fleisch und Fisch qualitativ hochwertiges Protein und Nährstoffe. Sie sind außerdem reich an Ballaststoffen und Mikronährstoffen wie zum Beispiel Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen und Zink.

Obwohl Insekten eine gesunde und umweltfreundliche Nahrung für den Menschen sein können, werden sich doch viele Deutsche davor scheuen, diese zu essen, da die Hemmschwelle zu groß ist.

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