Innenstadt sollte belebt bleiben

Onlinehandel und Einkauf vor Ort verbinden

Von Marius Pandya, 8b, Gymnasium Schwertstraße

In der Solinger Innenstadt gibt es viele leerstehende Geschäfte, beispielsweise in den Clemens-Galerien und der Fußgängerzone. Webseiten, die Artikel online vertreiben, werden dagegen immer mehr. 2019 lag der Umsatz des E-Commerce laut Statista bei rund 60 Milliarden Euro.

Dafür gibt es viele Gründe. Im Ladengeschäft ist das Risiko größer, einen gewünschten Artikel nicht zu bekommen. Bei den meisten Webseiten werden zudem alternative Produkte angezeigt, die dem Betreiber weitere Möglichkeiten bieten, dem Kunden mehr zu verkaufen. Auch sind viele Produkte auf einen Blick einsehbar und müssen nicht in verschiedenen Geschäften gesucht werden. Randprodukte, die sonst nur in wenigen Läden auf Lager wären, sind im Internet verfügbar.

Aber es gibt auch Nachteile. Während man sich im Geschäft ein Bild von Verkäufer und Ware machen kann, bleibt dies im Internet unpersönlich und ungenau. Auch gibt es Scheinangebote. Waren werden zu einem sehr viel billigeren Preis angeboten, sind dann allerdings von schlechterer Qualität oder werden nicht versendet. Daher ist die Beratung vor Ort für viele ein wichtiges Argument, weshalb sie lieber in ein Geschäft gehen, um mehr Sicherheit zu haben.

Detlef Ammann, der Besitzer des Modegeschäfts Modepartner in Solingen, steht dem Internetshopping eher kritisch gegenüber. Er findet, die Innenstadt sollte belebt bleiben. In seinem Geschäft besuchen ihn täglich Kunden der Altersklasse 40 bis 50 Jahre. Zusätzlich kleidet er auch Abiturienten oder Konfirmanden ein. „Ich habe eine Webseite, verkaufe dort aber nichts. Dafür bin ich von der Ladengröße noch zu klein“, sagt er.

Ein Lösungsvorschlag für das Problem mit dem Onlinehandel wäre, dass die Kunden ihre Ware im Laden ansehen, anprobieren und dort bestellen könnten. Sollte ein Artikel nicht vor Ort oder nicht in der passenden Größe verfügbar sein, kann der Kunde vor Ort bezahlen und bekommt den Artikel dann nach Hause geliefert. Detlef Ammann macht das schon. So könnte der Einzelhändler seine Vorteile des „Anfassens und Anprobierens“ mit den Vorteilen des Onlinehandels verbinden. „Ab und an bring ich den Artikel sogar selbst vorbei“, sagt Ammann.

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