Homeoffice verändert die Arbeitsweise

Die Absprache mit den Kollegen ist im Homeoffice manchmal schwierig. Dafür können sich viele zu Hause besser konzentrieren als im Büro. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Die Absprache mit den Kollegen ist im Homeoffice manchmal schwierig. Dafür können sich viele zu Hause besser konzentrieren als im Büro. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Auch beim Finanzmanagement der Stadt Solingen arbeiten viele Mitarbeiter derzeit zu Hause

Von Niklas Leimküller, 8b, Humboldtgymnasium

Die Gänge der Abteilung des Finanzmanagements sind zurzeit fast alle leer. Öffnet man die orangefarbenen Türen zu den Arbeitszimmern, in denen sonst die Angestellten arbeiten, sieht man fast niemanden. Wegen der Corona-Pandemie muss der Großteil der Beschäftigten im Moment die meiste Zeit von zu Hause aus arbeiten. Besprechungen werden als Videokonferenzen mit maximal zwei Menschen in einem Raum abgehalten.

Die Aufgaben des Finanzmanagements umfassen vor allem das Bereitstellen der finanziellen Mittel, die für die vielen städtischen Leistungen wie Bildung und Kultur benötigt werden, und das Überwachen der finanziellen Ausgaben der Stadt. Dabei hat sich die Form, wie die Arbeiten erledigt werden, in der Corona-Zeit stark verändert.

Absprache mit den Kollegen ist schwieriger geworden

Zu Hause vor einer Holztreppe sitzend, erzählt eine für die finanzielle Betreuung des Kulturmanagements zuständige Mitarbeiterin, die namentlich nicht genannt werden möchte, bei einem Zoom-Interview: „Unsere Aufgaben haben sich durch Corona eigentlich kaum verändert. Allerdings sind wir gezwungen, zusätzlich eine sogenannte Corona-Liste zu führen. In dieser müssen wir dann festhalten, wenn Kosten durch Corona entstehen, um dem Land diese hinterher mitzuteilen.“

Bei ihrer Arbeit muss sie sich eng mit den Kollegen im Kulturmanagement abstimmen. Daher muss sie viel mehr telefonieren. „Ich sehe das Homeoffice positiv, da ich mich zu Hause besser konzentrieren kann. Allerdings ist die Absprache mit meinen Kolleginnen und Kollegen schwieriger. Im Büro sind die Türen zu den benachbarten Räumen immer offen. Dadurch bekomme ich natürlich viel mehr mit“, sagt sie. Auf die Frage, was sie am Homeoffice denn privat mag, schmunzelt sie und antwortet: „Ich muss mir keine Sorgen um die Betreuung meines Sohnes machen.“

Thomas Leimküller ist der stellvertretende Leiter des Finanzmanagements: „Ich bin zuständig für alles in Verbindung mit dem städtischen Haushaltsplan. Dazu gehört unter anderem auch die Vorbereitung der Entscheidung, für welche Themen Geld freigegeben wird.“

Auf die Frage, wie mit dem Fehlen von Arbeitskräften umgegangen wird, erklärt er: „Jeder Mitarbeiter hat einen Vertreter, der im Notfall die Aufgaben zusätzlich zu den eigenen Aufgaben übernimmt. Wenn jemand für eine längere Zeit ausfällt, muss ich mir überlegen, wie die notwendigen Arbeiten trotzdem rechtzeitig erledigt werden können.“

Dabei sei es von Vorteil, dass sich die Arbeiten verschiedener Mitarbeiter inhaltlich kaum unterscheiden, so dass diese schnell für einen anderen einspringen können. „Ich selbst bin immer noch viel im Büro“, berichtet Thomas Leimküller. „Ich kann die Arbeit von dort aus besser koordinieren, auf die Kollegen verteilen und mich dann selbst um die Abstimmung der nächsten notwendigen Schritte kümmern kann.“

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