ZiSch

DNA hilft bei Überführung des Mörders

Von Felix Hammer, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Es ist ein idyllischer Abend Mitte Oktober. Eine 19-Jährige Studentin ist auf dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause. Doch dieser Abend wird dem Mädchen zum Verhängnis, als sie am Fluss „Dreisam“ direkt neben dem Stadion des FC Freiburgs Opfer einer Straftat wird.

Ein 17-jähriger Junger Mann, der 2015 aus Afghanistan nach Freiburg kam, steht unter Hauptverdacht. Er soll die 19-Jährige vergewaltigt und ermordet haben. Nach einem DNA-Test steht fest, dass der 17-Jährige der Täter war. DNA (Desoxyribonukleinsäure) ist eine spiralförmige Zelle, die bei jedem Menschen anders aussieht.

In Deutschland wurden schon mehr als 4400 Fälle seit 1998 mit Hilfe von DNA Spuren aufgeklärt. Selbst wenn einmal zu wenig DNA Spuren am Tatort vorhanden sind, werden sie mit Hilfe der PCR Methode erhitzt und abgekühlt. Das führt dazu, dass die Zellen vermehrt werden. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, denn schon ein Millionstel Gramm reicht, um den Mörder zu überführen.

So auch im Fall der 19-jährigen Studentin. Denn das am Tatort gefundene blondierte schwarze Haar des Täters wurde nahe der Leiche gefunden. Doch man kann mit DNA nicht nur Mörder und Verbrecher

überführen, sondern auch Jahrzehnte alte Fälle aufdecken.

Freiburgs Polizeichef Bernhart Rotzinger will in Zukunft, dass die Ermittler aus dem Labor den Beamten alle Informationen übergeben. Denn mit allen Infos lasse sich sehr viel besser ein Phantombild erstellen, so Rotzinger. Denn die genaue Augen- und Haarfarbe wäre sehr hilfreich für die Ermittlungen.

Doch der überführte Täter will die Tat bis heute nicht gestehen und schweigt immer noch. 2017 soll ein Gesetz beschlossen werden, dass alle Infos an Polizei und Ermittler weitergegeben werden.

Kommentare