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Haustiere einsam am Straßenrand

Von Katrin Alt und Jannika Stutzke, 8c, Humboldtgymnasium

Jährlich werden circa 300 Tiere im Tierheim Solingen abgegeben, darunter viele Katzen, die einfach ausgesetzt wurden. Die Tierheimleiterin Andrea Kleimt kann nicht nachvollziehen, warum sich die Besitzer der gefundenen Katzen nicht melden. Bei Hunden kann der Besitzer jedoch schnell gefunden werden, da diese Tiere gechippt sind.

Anschließend gehen die meisten von ihnen wieder zurück nach Hause. Andere werden jedoch von ihren Besitzern in das Tierheim gebracht, weil sich niemand mehr um sie kümmern kann oder will. Allerdings kommen nicht alle Tiere gesund im Tierheim an. Ein paar von ihnen werden sogar mit Bein- oder Beckenbrüchen gefunden.

Zum Glück hat das Tierheim einen Tierarzt, der zweimal in der Woche vorbeischaut oder bei Notfällen aufgesucht wird. Er wird ebenfalls für die Tiere benötigt, die vor allem in den kalten Jahreszeiten Husten oder Schnupfen haben. Nicht nur die Tierpfleger kümmern sich um die Tiere, sondern zum Beispiel auch Gassigänger, die meistens am Wochenende mit den Hunden spazierengehen.

Diese brauchen dafür einen Sachkundenachweis und sollten Mitglied im Tierschutzverein Bergisch Land e.V sein, der 1971 gegründet wurde und 1974 das Tierheim erbauen ließ. Im Laufe der Zeit wurde das Hundehaus erneuert und der Katzenbau erweitert.

Außer den Katzen und Hunden gibt es auch verschiedene Kleintiere, wie zum Beispiel Kaninchen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster, Chinchillas und Degus. Diese sind allerdings nur manchmal zu haben, weil nicht immer alle Tierarten vorhanden sind.

Aber auch im Tierheim läuft nicht immer alles glatt: „Wir haben hier mal einen Hund gehabt, der ist über den Zaun geklettert!“, erzählte Andrea Kleimt mit einem Schmunzeln im Gesicht. Er sei aber von selbst wiedergekommen. Zum Schluss äußerte die Tierheimleiterin noch einen Wunsch an alle Tierbesitzer: „Dass sie die Verantwortung für die Tiere bis zum Ende der Lebenszeit übernehmen!“

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