Häusliche Gewalt in der Pandemie

Von Lena Drewes, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Geldsorgen, Probleme auf der Arbeit, keine Distanz: Immer wieder wurde vor mehr häuslicher Gewalt während der Pandemie gewarnt. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt: Die Befürchtungen treffen zu – wenn auch nur in Teilen.

Rund drei Prozent aller Frauen in Deutschland wurden während der strengen Kontaktbeschränkung des ersten Lockdowns zum Opfer von häuslicher Gewalt, 3,6 Prozent wurden von ihrem Partner vergewaltigt. In 6,5 Prozent aller Haushalte wurden Kinder gewalttätig bestraft.

Dies zeigt nun die erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie. Waren die Frauen in Quarantäne oder hatten die Familien finanzielle Probleme, lagen die Zahlen deutlich höher. Nur ein sehr kleiner Teil der Betroffenen suchte sich Hilfe.

Zu häuslicher Gewalt kommt es oft im Zusammenhang mit familiären Veränderungen wie die Geburt eines Kindes, Arbeitslosigkeit oder einer Trennung, sowie belastende Umstände wie Schulden oder Suchterkrankungen. Kinder sind ebenfalls hochgradig betroffen.

Indem man die Gefahrenzone verlässt, Selbstverteidigung ausübt oder die gewalttätige Person anzeigt, distanziert und wehrt man sich. Man kann sich mit Beratungs- oder Interventionsstellen in Verbindung setzen. Den Kontakt vermittelt die Polizei. Hilfetelefone wie „Gewalt gegen Frauen“, Tel. (0 80 00) 1 16 0 16, sind rund um die Uhr und auf verschiedenen Sprachen erreichbar.

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