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Gewalt gegen Polizisten nimmt stark zu

Im Vergleich zu Remscheid und Wuppertal schneidet Solingen aber im Bereich „Hauseinbrüche und Kriminalität“ gut ab.

Von Johannes Scholl, 8b, Gymnasium Schwertstraße

Da Ladendiebstähle, Verkehrsunfälle, Sachbeschädigung und vieles mehr auf der Tagesordnung der Solinger Polizei steht, ist die Polizeihauptwache an der Kölner Straße 26 rund um die Uhr geöffnet.

Auch die Gewaltbereitschaft gegen Polizeibeamte im Städtedreieck ist stark gestiegen. Im Vergleich zu den letzten zehn Jahren ist die Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei um 33 Prozent gestiegen. Diese Gewalt wird meist von betrunkenen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die unter Drogen stehen ausgeübt. Gerade die Beamten auf der alltäglichen Streife sind betroffen. Aber nicht nur Gewalt wird gegen Polizisten verwendet, sondern auch Beleidigungen.

Das Präsidium versucht nun alles, um weitere Konflikte zu verringern und zu vermeiden. Nun beteiligen sie sich an der landesweiten Aktion „Mobile Täter im Visier“, welche auf professionelle Banden zielt. Diese Banden kommen meist aus Süd- und Osteuropa und ziehen dann durch die Lande.

Neben der Gewaltbereitschaft ist trotz der sinkenden Anzahl der Hauseinbrüche in Solingen und Umgebung die Kriminalität ein Problem.

Dadurch dass das Präsidium bei dieser Aktion „Mobile Täter im Visier“ mitmacht, sank die Anzahl der Hauseinbrüche im Städtedreieck. In Solingen sank die Anzahl um 23 Prozent, in Wuppertal um 7,8 Prozent und in Remscheid blieb die Anzahl gleich. Allerdings ist die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen eher schwierig. Man kann allerdings schon bei gestohlenen Wertsachen Hinweise auf den mutmaßlichen Täter finden.

Wenn beispielsweise Geld, Schmuck und Kreditkarte fehlen, kann man davon ausgehen das man von einer überörtlichen Gruppe bestohlen worden ist. Wenn Elektroartikel gestohlen wurden weiß man, dass der Täter aus dem Umkreis kommt. 41,1 Prozent der Einbrüche in Solingen fanden am späten Abend, zwischen 18 und 21 Uhr statt, in Wuppertal 43 Prozent und in Remscheid 37,7 Prozent. Remscheid ist dennoch die Stadt, mit der geringsten Kriminalitätsrate und somit im Vergleich die sicherste Stadt im Städtedreieck.

Das sogenannte „Abziehen“, wo gerade Jugendliche auch aus Solingen und der Umgebung Gleichaltrigen oder Jüngeren Handys oder Bargeld klauen ging um fast 25 Prozent zurück. Der Grund dafür sei das Motto „die Strafe folgt sofort“, welches anscheinend Erfolg zeigt.

Trotz sinkender Zahlen von Einbrüchen, sind beispielsweise Massenschlägereien oder Demos, wo Gewalt angewendet wird, nicht zu verhindern. Aufgrund dessen werden immer häufiger Polizisten verletzt.

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