Holocaust

Die Geschichte eines brutalen Massenmörders

Adolf Eichmann wurde 1906 in Solingen geboren.

Von Jakub Kaminski, 8c, Theodor-Heuss-Realschule

19. März 1906, Solingen, Krahenhöhe. In der Familie eines Buchhalters wurde ein Mensch geboren, dessen Gewissen praktisch nicht existierte. Er war Koordinator und Mitorganisator der Durchführung des Holocausts.

Er war der Protokollführer in der Wanseekonferenz, dessen Thema der Völkermord an den Juden war. Er organisierte die Transporte nach Auschwitz. Er war ein Bürokrat, der sich selbst „Der Herrscher des Todes und des Lebens“ nannte. Er war Adolf Otto Eichmann – einer der größten „indirekte“ Mörder der Zeit des Nationalsozialismus.

Eichmann verbrachte seine frühe Kindheit in Solingen, wo sein Vater arbeitete, aber 1914 zog die Eichmann-Familie nach Linz. Obwohl seine Eltern apolitisch waren, betätigte sich der junge Adolf erst in der jugendlichen Bewegung „Wandervogel“ und trat später in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs und die SS ein.

1933 zog er von Österreich zurück nach Deutschland

Als die NSDAP am 19. Juni 1933 in Österreich verboten wurde, zog er nach Bayern und absolvierte eine 14 Monate dauernde Ausbildung der SS. Ende 1939 übernahm Adolf Eichmann in Berlin die Leitung der Reichszentrale für jüdische Auswanderung und die des Referats Auswanderung und Räumung im Reichssicherheitshauptamt. In dieser Funktion war Adolf Eichmann für die Koordination der Deportation von vier bis sechs Millionen Juden zuständig.

Adolf Eichmann organisierte in Budapest die Deportation ungarischer Juden nach Auschwitz. Fast 438 000 Juden, hauptsächlich Kinder, wurden in Auschwitz vergast. Die Alliierten, die schon Luftstützpunkte in Süditalien besaßen, waren in der Lage, die Bahninfrastruktur der Linie Budapest-Auschwitz zu zerstören, was die Deportation unmöglich gemacht hätte. Das haben sie aber nicht getan.

Eichmann floh nach dem zweiten Weltkrieg nach Argentinien, wo er über 15 Jahre verbrachte. 1960 wurde er entführt und nach Israel gebracht. Der israelische Geheimdienst Mossad hatte ihn schon zwei Jahre früher lokalisiert, aber zunächst gab es keine Erlaubnis für eine Entführung. Adolf Otto Eichmann wurde 1. Juni 1962 im Gefängnis Ramla bei Tel Aviv gehenkt.

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