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Geht es noch um den Sport?

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Torsten Knippertz ist neben seiner Tätigkeit als Stadionsprecher für Borussia Mönchengladbach auch Schauspieler. 

ZiSch-Reporterin befragte Torsten Knippertz zu dem Thema Stadion-Sprecher.

Von Wilma Luise Ferber, 8b, Albert-Schweitzer-Realschule

Geht es in der Bundesliga wirklich noch um den Sport? Diese Frage beantwortet uns Torsten Knippertz, auch bekannt unter seinem Spitznamen „Knippi“. Er arbeitet als Schauspieler und Moderator in Fernsehshows. Außerdem ist er Stadionsprecher bei Borussia Mönchengladbach im Borussia Park.

Zu wie viel Prozent geht es in der Bundesliga noch um den Sport?

Torsten Knippertz: Ich würde sagen, dass das davon abhängt, aus wessen Sicht man das sieht. Spieler, Berater, Trainer oder Fans. Ganz unterschiedlich. Aus meiner Sicht ist schon sehr viel Business dabei, und das ist natürlich nicht weniger geworden. Prozentual kann ich das nicht beziffern. Ich glaube aber schon, dass alle Aktiven auch dann Fußball spielen würden, wenn sie nicht so viel Geld dafür bekämen.

Wie hat sich die Bundesliga in den letzten zehn Jahren verändert?

Knippertz: Sportlich gesehen ist alles noch einmal schneller, athletischer und ich sage mal wissenschaftlicher geworden. Mehr Taktiktheorie, mehr Systemorientierung. Insgesamt würde ich sagen, es ist alles durchgeplanter geworden. Und wie schon gesagt – es ist Drumherum noch Business-mäßiger geworden. Wie groß ist der Unterschied zwischen der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga?

Knippertz: Da traue ich mir keine fundierte Einschätzung zu, weil ich der letzten Zeit kaum Zweitligaspiele gesehen habe. Wenn ich dann doch schon mal bei einer Zusammenfassung reinzappe, kommt es mir so vor, als wäre die Lücke, die im spielerischen Niveau zwischen Liga 1 und 2 klafft, schon ziemlich groß. Einfach ausgedrückt: In Liga 2 gibt es mehr Gebolze.

Warum sollte man heutzutage noch Fan sein?

Knippertz: Daran hat sich bis heute nix geändert! Fan wird man aus Liebe und Leidenschaft zum Fußball, zum Verein seines Herzens. Weil man Lust hat, sich mit anderen Fans und seinem Verein gemeinsam zu freuen, zu leiden, zu jubeln, zu weinen. Das sucht man sich ja nicht aus. Nun wissen wir, dass es im Fußball nach wie vor noch um Fußball geht. Aber auch, dass viel Geld in den modernen Profisport investiert wird.

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