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„Frauenfußball ist doch kein Sport“

Von Emma Schneider, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Es ist vielleicht nicht jedem bewusst, aber der deutsche Frauenfußball ist mindestens genauso erfolgreich, wenn nicht sogar erfolgreicher, als der Männerfußball. Die Frauennationalmannschaft hat insgesamt zehn internationale Titel gewonnen (acht mal die EM, zwei mal die WM), die Männer erreichten nur sieben Titel (drei mal die EM, vier mal die WM). Seitdem es auch bei den Damen die Champions League gibt (2001/2002) holten deutsche Vereinsteams bei den Frauen neun mal den Titel, die Männer schafften in der gleichen Zeit nur einen Sieg (2012/13 Bayern München).

Trotzdem bekommt der Frauenfußball bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit wie der Männerfußball. In der Saison 2012/13 hatten die Frauen-Bundesligaspiele im Schnitt 890 Zuschauer. Bei den Herren lag der Schnitt bei 45 000 Zuschauern. Zusätzlich gibt es auch große Unterschiede bei den Gehältern. Als die deutsche Frauennationalmannschaft im Jahr 1989 erstmals den Europameistertitel gewann, bekamen die Spielerinnen als Siegprämie Kaffeegeschirr statt einem Geldbetrag.

Heutzutage bekommen die Sieger des Europameistertitels 37 500 Euro pro Spielerin. Dagegen würden die männlichen Kollegen das Achtfache (300 000 Euro) erhalten. Im Schnitt sind es weniger als 1000 Euro, die eine Bundesligaspielerin im Monat verdient. Als Vergleich dazu verdient beispielsweise Bastian Schweinsteiger 5,4 Millionen pro Jahr. Nur die wenigsten Fußballerinnen können von ihrem Sport leben. Viele müssen mit Jobs dazuverdienen. Aber es gibt auch Ausnahmen. Spitzenverdienerin der Deutschen ist die Spielführerin der Nationalmannschaft, Dzsenifer Marozsan, die 10 000 Euro im Monat von ihrem Arbeitgeber Olympique Lyon bekommt.

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