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Frauen sind immer noch finanziell benachteiligt

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Von Esther Stein, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Heutzutage arbeiten in Deutschland 45 Prozent aller Frauen in Teilzeit und davon 55 Prozent aus familiären Gründen. Dies ist harte Arbeit und dafür gibt es kaum Anerkennung.

Eine Frau verdient heute 23 Prozent weniger Geld pro Stunde als ein Mann. Das Gehalt für einen Mann liegt im Schnitt bei 5.595 Euro pro Monat und bei einer Frau bloß bei 3.917 Euro. Durch die Bevorzugung der Männer sind nur 18 Prozent der Frauen in Unternehmen als Führungsperson eingesetzt. Die Welt hat sich allerdings weiter entwickelt und wir leben nicht mehr im 18. Jahrhundert. Frauen leisten genauso viel Beitrag in der Geschäftswelt wie Männer, doch dies wird nicht beachtet oder wertgeschätzt. Sie können mehr als nur kochen, Wäsche waschen und Zuhause die Kinder erziehen.

Die Statistiken zeigen, dass es heute immer noch klassische Rollenbilder in unserer Gesellschaft gibt. Die Frauen sind in den meisten Fällen für die Erziehung der Kinder verantwortlich und arbeiten deswegen kürzer. Mehr als 30 Prozent der Frauen arbeiten gar nicht, wegen fehlender Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In einer gewöhnlichen Familie (so wie hier geschildert), kommt der Mann von der Arbeit und beschwert sich wie hart sein Job ist, doch viele Frauen können sich dies gar nicht vorstellen, da ihnen nicht einmal die Chance gegeben wird einen normalen Arbeitstag zu erleben, wenn die Männer meinen, dass Frauen nun mal für den Haushalt gemacht wurden. Viele Männer wissen überhaupt nicht wie fordernd die Erziehung eines Kindes ist, denn diese Arbeit ist ein 24-Stunden-Job, wo im Gegensatz der normale Arbeitsalltag bloß sieben bis neun Stunden andauert.

Alleinerziehenden Eltern haben häufig finanzielle Engpässe

In Deutschland sind 20 Prozent der Eltern alleinerziehend (die Anzahl soll bis 2048 auf 52,2 Prozent ansteigen). Demnach sind 1 500 000 Frauen und 157 000 Männer alleinerziehend. Die Ein-Elternschaft wurde allerdings nur von 4 Prozent der Betroffenen bewusst gewählt. Der Ausstieg aus dem Beruf, kombiniert mit dem geringeren Stundenlohn führt gerade bei alleinerziehenden Frauen oft dazu, dass sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Oft sind sie und ihre Kinder dadurch von Sozialhilfe abhängig.

Für das Erziehen des Kindes von der Mutter spricht, dass das Kind Geborgenheit und eine feste Bindung erfährt, die gerade in den ersten drei Lebensjahren sehr wichtig sind.

Doch wenn die Frau alleinerziehend ist, kann all dies nicht erfüllt werden, weil die Frau arbeiten muss, um ihr Kind zu versorgen. Dadurch ist die Mutter mit Sorgen belastet, die sich insgesamt negativ auf das Familienleben auswirken.

Durch die Ungerechtigkeit im Bezug zum Mann und die nicht vorhandene Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird es für diese alleinerziehenden Frauen schwierig die Wohnung zu behalten, aber auch Plätze für ihre Kinder in der Schule, im Kindergarten oder woanders zu behalten, wenn diese auch nur in Teilzeit arbeiten und ihr Kind im Sicheren untergebracht wissen wollen.

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