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Flüchtlinge in Solingen Burg untergebracht

Befürchtungen der Bevölkerung haben sich nicht bewahrheitet.

Von Lea Lange, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Wenn man an der Jugendherberge in Burg vorbeigeht, sieht man keine Kinder, die sich auf einen Ausflug vorbereiten, sondern vielleicht eine Gruppe Männer, die mit einer Holzlatte und einem kleinen Stoffball Baseball spielen.

Es sind Flüchtlinge, die sich die Zeit bis zum nächsten Wechsel vertreiben, denn die Herberge ist zurzeit nur eine vom Land zugeteilte Zwischenstation, die Platz für 118 Asylsuchende birgt. Danach geht es weiter in die Kommunen. NRW-weit stehen als Erstunterbringungen 13 Herbergen mit 1826 Plätzen zur Verfügung.

Die Nutzung der Herberge ist gut für Solingen, da die Unterkunft auf das städtische Flüchtlingskontigent angerechnet wird und somit eine finanzielle Entlastung der Stadt in Betracht gezogen werden kann. Die Leute, die in der Nähe wohnen, hatten am Anfang Befürchtungen, die sich jedoch zum Glück nicht bestätigt haben.

Einige Sorgen seien mögliche Streitigkeiten unter Flüchtlingen gewesen. Noch dazu kamen die Fragen: „Wie wirkt sich das auf uns aus?“ und „Für wie lange bleibt das so?“ Über das und mehr gab es einen Informationsabend im Feuerwehrgerätehaus, der von den meisten Anwohnern auch besucht worden ist.

Eine Frau, die in direkter Nähe wohnt sagte, man kriege nicht viel von ihnen mit, sie würden nicken, lächeln und auf der Straße grüßen, aber mehr auch nicht. Man könne außerdem keine Bindung aufbauen, da ja regelmäßig Wechsel in dieser Erstaufnahme stattfinden.

Durch die Verschiebungen entstehen täglich bis zu 6000 Bewegungen in ganz NRW! Geht man in die Herberge hinein, sieht man Schilder mit arabischen Schriftzeichen, die den Asylsuchenden helfen sollen sich zurecht zu finden. Laut einer Helferin in der Herberge, seien die meisten Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien und Afghanistan gekommen.

Der Anteil an Minderjährigen sei groß, da es viele Kinder und Familien gebe. Jugendliche seien zur Zeit nicht unter den Flüchtlingen. Man verständige sich mit ihnen durch Englisch, Französisch, aber zur Not auch mit Händen und Füßen.

Die Security-Leute könnten außerdem Arabisch und da manche Flüchtlinge zum Beispiel Englisch und Arabisch sprechen, fungieren diese teilweise auch als Übersetzer. Man habe aber immer die Möglichkeit, jemanden anzurufen, zum Beispiel in Berlin.

Freiwillige Helfer gebe es viele, alle würden regelmäßig kommen, zum Beispiel um Schach oder Fußball zu spielen oder Deutschunterricht zu geben, manche kämen auch, um zu basteln.

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