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Flüchtlinge in Solingen

Von Malena Lehmann, 8a, Gymnasium Schwertstraße

Seit Oktober 2015 kommen immer mehr Asylbewerber nach Deutschland und besonders nach NRW. Mittlerweile gibt es in Solingen über 2700 Migranten aus 60 verschiedenen Ländern. Davon haben erst 900 ein abgeschlossenes Asylverfahren und somit eine Aufenthaltsberechtigung. Doch so eine Menge an Menschen braucht auch viel Platz.

Untergebracht werden sie vorerst in leerstehenden Wohnungen, Wohncontainern, Fertighäusern und Turnhallen. Seit Mitte des Jahres werden jedoch zwei neue Holzhäuser für bis zu 200 Leute in Solingen aufgebaut. Sie sollen für bis zu 20 Jahre als Unterkunft für Asylsuchende dienen.

Mittlerweile konzentrieren sich auch immer mehr Berufsfelder auf die Integration der Migranten. Zum Beispiel in den Bereichen Einbürgerung, Sprachkurse und Zugang zum Arbeitsmarkt helfen die Arbeiter den Asylsuchenden ein neues Leben in Deutschland zu beginnen.

Jetzt gibt es in Solingen auch einige ehrenamtliche Helfer die sich mit dem Thema „Migranten und Flüchtlinge“ befassen. Dazu zählt auch der Caritasverband, welcher das Projekt „EVA“ gestartet hat. „EVA“ hilft insbesondere Frauen, welche Gewalt ausgesetzt sind. Außerdem richtet sich das Projekt an Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Prostitution geworden sind, an Frauen, die von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind und an Frauen, deren binationale Ehe gescheitert ist.

Der Verband hat auch die Projekte „Mamica“ für schwangere Frauen und „Chancen für Kinder“ welches Migrantenkindern bei dem Erlernen der deutschen Sprache und bei den Hausaufgaben hilft gestartet. Der Caritasverband hilft auch in vielen anderen Bereichen. Dabei kommt es aber auch oft zu Verständigungsproblemen.

Um diesen vorzubeugen, schlägt Laura Müller (Name von der Redaktion geändert), eine Mitarbeiterin aus dem Kinder- und Jugendärtztlichen-Dienst einen verpflichtenden Deutschunterricht vor. In einem Interview sagt sie: „Es wäre wünschenswert, dass alle Asylanten Deutschunterricht bekommen. Dafür müssten aber viel mehr Stellen vergeben werden.“

Außerdem müsse man es schaffen auf jeden speziellen Typ Mensch einzugehen. Zum Beispiel solle man traumatisierten Flüchtlingen einen Psychologen an die Seite stellen. Zusätzlich könne man die in die Klassen integierten Migrantenkinder bei einem Kennenlernnachmittag mit den neuen Klassenkameraden bekannt machen, damit sie sich schneller in ihren neuen Klassen wohlfühlen.

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