Experiment:Drei vegane Wochen

Der Selbstversuch im ZiSch-Rahmen bringt neue Erkenntnisse.

Von Iman Lalouche, 10a, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Vegan sein heißt, komplett auf tierische Produkte zu verzichten und dafür auf nicht tierische Produkte zurückzugreifen. Ich habe mich für das Experiment vegan zu leben entschieden, da ich dies schon länger ausprobieren wollte. Ich lebe schon seit drei Jahren vegetarisch, aber meine Eltern halten die veganen Produkte für zu teuer, sodass ich es nie ausprobieren konnte.

Da es sich um ein zeitlich begrenztes Schulexperiment handelte, willigten meine Eltern ein, mir das Nötige zu kaufen. Die ersten Tage als Veganer verliefen recht schwer, denn ich hatte keine Ahnung. Viele Produkte konnte ich nicht mehr essen, das war mir klar. Nicht klar war, dass es außer dem Essen auch Produkte gab, die ich nicht mehr benutzen oder tragen konnte wegen der tierischen Inhaltsstoffe. In Pflegemitteln etwa ist oft Bienenwachs oder Schellack –hierbei handelt es sich um die Ausscheidung der Lackschildlaus – der hauptsächlich für den Glanz in Süßwaren oder Kosmetik verwendet wird.

Auch bei der Kleidung mussten Abstriche gemacht werden

Bei meiner Kleidung schreckte ich nicht zurück. Sowohl meine Wollpullis als auch ein paar Daunenkissen gab ich an Familie und Freunde. Lederschuhe habe ich nicht. Am ersten Tag hat meine Mutter einen Auflauf gemacht. Ich habe den Käse abgemacht und den Rest gegessen. Für die nächsten Tage kaufte ich mir lediglich Fertigmahlzeiten mit dem veganen Logo und aß diese.

Nach der ersten Woche, gelangweilt vom Fertigessen, wagte ich mich ans selbstständige Kochen und versuchte mich mit meiner Mutter an einem Rezept aus dem Internet. Es stellte sich heraus, dass das ziemlich gut schmeckte und einfach in der Zubereitung war. Da ich nach der Schule gelegentlich zum Supermarkt gehe, tat ich dies auch in meiner Experimentierphase, musste jedoch bei allem auf die Beschreibung gucken.

Jetzt bin ich fertig mit meinem Experiment, ich bin etwas erleichtert, denn es war wirklich nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Einiges werde ich jetzt nach dem Experiment beibehalten und gewisse Dinge nicht mehr nutzen. Für mich war das Experiment eine Bereicherung, denn ich habe viel gelernt.

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