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Essen aus dem Müll

Von Praveena Prabaharan, Esile Kömek, Hamza Coskun und Leon D'Alessio, 8a, Theodor-Heuss-Realschule

Supermärkte in Deutschland werfen jährlich rund 20 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Jedes Jahr werden beispielsweise etwa 12 Prozent Brot- und Backerzeugnisse und 3 bis 5 Prozent Obst und Gemüse in den Müll geworfen. In den Containern befinden sich Lebensmittel deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, aber trotzdem kann man viele Produkte noch bedenkenlos verzehren.

Trotzdem dürfen die Geschäfte sie laut Gesetz nicht mehr verkaufen oder verschenken. Es gibt viele Menschen, die das schlecht finden und deshalb aus Protest beziehungsweise Überzeugung gegen das Entsorgen von noch verwendbaren Lebensmitteln vorgehen.

Einige Menschen, die den Müll der Supermmärkte durchsuchen, sind aber auch bedürftig und finanziell nicht in der Lage, für Lebensmittel zu bezahlen. Darum holen sie die Nahrung, die noch essbar ist, aus den Müllcontainern. Dies nennt man „Containern“. Für die Geschäfte ist dieses Phänomen ein großer Nachteil, da die Menschen die Lebensmittel einfach aus den Mülleimern nehmen können und dies einen Geldverlust für den Betrieb darstellt.

Obwohl es in der Regel positiv gewertet wird, wenn Lebensmittel nicht weggeschmissen werden müssen, ist das Containern in Deutschland verboten, da die Container auf Privatgrundstücken der Geschäfte stehen. Ist das Grundstück des Supermarktes beziehungsweise des Müllbereichs umzäunt, wird es als Hausfriedensbruch gewertet, wenn man die Mülltonnen nach brauchbaren Lebensmitteln durchforstet.

Sollten mehr als drei Personen daran beteiligt sein, gilt das Containern sogar als Bandenkriminalität. Lebensmittel zu entsorgen, ist demzufolge nicht strafbar, aber sich gegen die massive Verschwendung von Lebensmitteln auf die genannte Art und Weise zu wehren, ist illegal.

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