Notfallseelsorge

Erste Hilfe für die Seele

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Oberbürgermeister Tim Kurzbach empfing ZiSch-Reporterin Kimberly Kögel zum Thema Notfallseelsorge im Rathaus.

Notfallseelsorger leisten wichtige Arbeit bei psychischen Belastungen. OB Tim Kurzbach hat früher dort gearbeitet.

Von Kimberly Kögel, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Oberbürgermeister Tim O. Kurzbach (SPD) arbeitete früher, während seiner Studienzeit, bei der Notfallseelsorge.

Aber was ist Notfallseelsorge überhaupt?

Kurz gesagt, es ist Erste Hilfe für die Seele. Sie hilft Menschen, Tragödien zu verarbeiten. Die Notfallseelsorge ist rund um die Uhr durch die Polizei, Rettungsdienste und die Feuerwehr erreichbar. Notfallseelsorger und Notfallseelsorgerinnen betreuen, stützen und beraten Opfer und Angehörige in schwierigen Lebenssituationen. Die Notfallseelsorge ist eine kirchliche Organisation und Teil der psychosozialen Notfallversorgung.

Sie hilft Menschen bei häuslichen Notfällen, plötzlichen Todesfällen, Kindstod, schweren Bränden und Suizid, aber auch bei außerhäuslichen Notfällen wie Unfällen und Anschlägen.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach erzählte im Interview über seine Erfahrungen. Er war zehn Jahre lang beim DRK-Katastrophenschutz in Solingen und hat ehrenamtlich bei der Notfallseelsorge in Wuppertal gearbeitet. Viele Dinge, die passiert sind, wird er nicht mehr vergessen können. „Erste Hilfe für die Seele ist genauso wichtig wie Erste Hilfe bei körperlich Verletzten“, so Tim Kurzbach. Er unterstützt die evangelischen Kirchengemeinden in Solingen, welche die Notfallseelsorge der Stadt stiften.

Notfallseelsorger haben eine Schweigepflicht

Fakt ist, dass die Notfallseelsorge – genauso wie Ärzte - eine Schweigepflicht hat. Aus diesem Grund konnte Tim Kurzbach keine Details zu Fällen nennen. Aber Fälle, in denen Kinder involviert waren, sind wohl besonders belastend. Auf Nachfrage, ob er wieder dort arbeiten würde und ob es jetzt anders wäre, bejahte er beides. „Bei jedem Fall mit Kindern kann man darüber nachdenken, was wäre, wenn meine eigenen Kinder in dieser Lage wären“, erklärte Oberbürgermeister Kurzbach.

Oft besteht die irrtümliche Vorstellung, dass sich mehr Frauen bei der Notfallseelsorge melden, doch die Zahl der männlichen Opfer ist genauso hoch. Außerdem erzählte Tim Kurzbach, dass es eine sehr große Herausforderung für jeden Notfallseelsorger sei, immer parat zu sein.

In diesem Sinne sind wir alle – insbesondere unser Oberbürgermeister – Simone Henn-Pausch, der Leiterin der Notfallseelsorge, sehr dankbar für ihre geleistete Arbeit.

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