Herz- und Atemstillstände

Erste Hilfe kann Leben retten

Jeder von uns kann täglich in Situationen kommen, in denen ein Mitmensch Hilfe braucht.

Von Leon Reder, 8a, Humboldtgymnasium

Hierbei geht es nicht nur um Situationen mit Herz- und Atemstillständen – der Alltag ist voller kleinerer und größerer Gefahren, die Verletzungen hervorrufen können.

Es ist es vielleicht noch leicht, einem Familienangehörigen zu helfen, bei einem Fremden ist die Hemmschwelle jedoch groß. Die Unsicherheit und Angst, etwas falsch zu machen, führt dazu, dass Passanten sogar über Verletzte steigen, Unfälle eher filmen als zu helfen und vorbei gehen, ohne irgendetwas zu tun.

Dabei ist es nur falsch, NICHTS zu tun. Eine Erklärung für Unsicherheiten könnte darin liegen, dass viele nur ein-mal in ihrem Leben – für den Führerschein – einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Es bestehen keine Verpflichtungen zu regelmäßigen Auffrischung der Soforthilfemaßnahmen. Sofern man sich nicht aus privatem Interesse fortbildet oder weil es für bestimmte Berufsgruppen (Feuerwehr, Polizei, Ersthelfer in Firmen...) vorgesehen ist, erlangt man niemals Handlungssicherheit.

Die kann nur dann entstehen, wenn möglichst frühzeitig damit begonnen wird, bereits Kinder für die Thematik zu sensibilisieren und dies im Erwachsenenalter regelmäßig fortgeführt wird. Kinder sind begeisterungs- und lernfähig und übernehmen Gelerntes in ihre Verhaltensmuster, die ihr gesamtes Leben prägen.

Diesen Gedanken hat zum Beispiel das Jugendrotkreuz (JRK) aufgegriffen. Mit dem Projekt „Kinder helfen Kindern“ werden Lehrkräfte unterstützt, um Kinder fürs Helfen zu begeistern und praktische Fähigkeiten im Bereich Erste Hilfe zu vermitteln. Sie lernen einen Notruf abzusetzen, kleine Wunden zu versorgen und Mitschülern bei Bauchschmerzen zu helfen.

Durch einen frühen Einstieg und regelmäßige Wiederholung von Erster Hilfe würde die Hemmschwelle zu Helfen deutlich niedriger werden. Man hat weniger Angst, weil man die lebenswichtigen Maßnahmen verinnerlicht hat und dann abarbeiten kann.

Die wichtigsten Schritte sind: 1. Person ansprechen 2. um Hilfe rufen, Notruf absetzen lassen und bestenfalls einen Defibrillator holen 3. Atmung kontrollieren 4. bei nicht vorhandener Atmung 30 mal Herzdruckmassage und zweimal Beatmen bis der Rettungsdienst übernimmt.

Wenn man sich nicht zutraut zu helfen, sollte man mindestens einen Notruf ab-setzen, bei der Person bleiben und weitere Passanten auf sich aufmerksam machen.

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