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Erdbeben erschütterte Italien

Von Verena Valenti, Friedrich-Albert-Lange-Schule

„Es ist alles eingestürzt“, das sagte der Bürgermeister des kleinen italienischen Dorfes Ussita vor knapp vier Monaten. An dem Tag, es war der 30. Oktober 2016, gab es das stärkste Beben in Italien seit rund 36 Jahren. Die Leute waren frustriert, traurig und viele schockiert. Fast 40 000 Menschen wurden obdachlos und rund 300 starben.

Viele mussten bei Freunden oder Verwandten unterkommen und ihre geliebte Stadt verlassen, womit viele nicht einverstanden waren. Doch der Chef des Zivilschutzes Fabrizio Curcio sagte damals: „Woanders hinzugehen heißt nicht, nicht zurückzukehren.“ Ministerpräsident Matteo Renzi versprach: „Wir werden alles wieder aufbauen, die Häuser, die Kirche und die Geschäfte, mit dem Winter vor der Tür können wir nicht an Zelte als Lösung denken.“ Bis jetzt war es jedoch ein leeres Versprechen.

Doch wieso traf es gerade Italien so stark? Die Ursache davon sind die Kontinentalplatten, die sich nur einige Zentimeter im Jahr bewegen. Sobald sie aneinander geraten, entsteht eine gewaltige Spannung. Wenn sich diese Spannung entlädt, entsteht ein Erdbeben. In Italien war es so, dass die afrikanische Kontinentalplatte sich gegen die apulische Platte geschoben hat, wodurch der große Druck entstand.

Das Erdbeben vom 30. Oktober hatte eine Stärke von 6,6, was ziemlich extrem ist. Dies ereignete sich in Norcia. Im Vergleich war das stärkste Erdbeben, das jemals in Italien gemessen wurde, am 28. Dezember 1908 mit einer Stärke von 7,2. Das letzte Beben in Italien ereignete sich am 3. November 2016 mit einer Stärke von 4,8. Später folgten nur noch kleine, nicht gemessene Nachbeben.

Doch als die Erdbebenkatastrophe endlich vorbei war, kam ein neuer Albtraum über Italien. Am 26. November 2016 brach ein gewaltiges Unwetter aus. Es gab mindestens einen Toten und vier Menschen werden immer noch Vermisst. So eine Katastrophe ereignete sich zuletzt vor 22 Jahren. Als die Flut 1994 ausbrach, starben 64 Menschen. Die italienische Zeitung „La Repubblica“ sagte: „Im Piemont und in Ligurien kehrt der Altraum der Flut zurück.“ Doch wir hoffen, das wir ab jetzt nur noch Schönes aus dem Land hören.

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