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Endlich Geld für Solinger Schulen

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Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) macht sich stark für die Sanierung der Schulen und für ihre Digitalisierung. 

Viele Millionen Euro fließen in den kommenden Monaten und Jahren in die Sanierung und Digitalisierung.

Von Niklas Twellsieck, 8e, Gymnasium Schwertstraße

Jetzt wird investiert und zwar richtig. 76 Millionen Euro fließen in den nächsten Monaten in die 41 Solinger Schulen. Alleine 16 Millionen davon in die längst überfällige Digitalisierung. „Schule und Bildung hat Priorität“, so Oberbürgermeister Tim Kurzbach, als ich ihn zu diesem Thema interviewe.

„Das war eines der großen Projekte bei mir von Anfang an, weil ich mit dem Zustand der Schulen ganz und gar nicht einverstanden war“, so der Oberbürgermeister. „In Solingen ist viele Jahre deutlich zu wenig in die Schulen investiert worden.“ Deshalb hat er zu Beginn seiner Amtszeit einen Schadensbericht angefordert, der ein erschreckendes Bild zeigte. „Es kam eine ziemlich heftige Summe heraus, rund 70 Millionen Euro, das sind fast 30 Prozent aller Ausgaben“, so OB Kurzbach.

„Es macht keinen Sinn, nur oberflächlich zu investieren, damit die Schulen trockene Wände und eine Tafel haben, sondern gerade die Digitalisierung ist total wichtig.“

Dafür werden 4500 neue PCs gebraucht, die Schulen benötigen eigene Programme und Server, und sie müssen ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

Ausstattung geht nach Bedarf und Dringlichkeit

„Die Schulen mussten sich zunächst auf ein Konzept verständigen“, erklärt Kurzbach. Das heißt aber nicht, dass alle Schulen gleich ausgestattet werden. Es geht nach Bedarf und Dringlichkeit, aber auch nach Lernkonzept.“ Auf die Frage, warum vieles so lange dauert, sagte Kurzbach: „Wir mussten einen Plan entwickeln und das Geld besorgen, das haben wir geschafft in den bisherigen drei Jahren meiner Amtszeit, aber wir können nicht alle Schulen sofort sanieren, da bitte ich um Verständnis. Das braucht Zeit, weil so lange nichts passiert ist.“ Und er verspricht: „Bis Ende 2019 sind alle Schulen am digitalen Netz.“

Nicht alle Investitionen merkt man sofort. So wurden am Gymnasium Schwertstrasse allein in diesem Jahr bereits 3 Millionen Euro investiert, in die Sanierung der Fassade, aber auch in Mobiliar und Brandschutz. Bevorzugt werde keine Schule und keine Schulform, „denn alle Schulen sind gleich wichtig“, betont Kurzbach. Als Oberbürgermeister macht er sich natürlich öfter ein Bild von der Entwicklung.

„Ich lasse mir regelmäßig einen Plan vorlegen. Wie ist der Fortschritt, warum stockt etwas? Und warum wird etwas teurer? Bei 41 Schulen muss schließlich einer den Gesamtüberblick behalten.“

Den Vergleich mit den Großstädten in der Umgebung scheut er nicht. „Was wir in Solingen geschafft haben im Gegensatz zu anderen, ist, dass wir erkannt haben, dass wir etwas verändern müssen. Das Geld ist jetzt da, jetzt muss es noch durchgezogen werden. Dann sind wir gegenüber Städten wie Köln sogar im Vorteil.“

Es wird also endlich etwas getan für die Schulen der Stadt. Vor allem dank Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der selber hier Schüler gewesen ist und Vater zweier Kinder.

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