ZiSch

Eintauchen in eine andere Welt

+
Tauchen ist ein beliebtes wie anspruchsvolles Hobby. Deshalb will die richtige Technik gelernt sein.

Schülerin erzählt von ihrem ersten Tauchgang an der Côte d’Azur. Die richtige Technik ist dabei lebenswichtig.

Von Irina Stock, 8d, Humboldtgymnasium

Ein lautes Zischen! Die Sauerstoffflaschen werden befüllt und auf das Tauchboot geladen. Während der Motor angelassen wird, helfen sich die Taucher gegenseitig beim Anziehen der hautengen Neoprenanzüge. Diese schützen vor der Kälte im Wasser. Auf dem Boot ist es jedoch in der Mittagssonne der Côte d’ Azur ziemlich heiß.

Alain, ein Tauchlehrer, spricht mit einer seiner Schülerinnen. Sie hat heute ihren ersten Tauchgang und wird gemeinsam mit der Tauchgruppe das Riff vor einer Insel erkunden. Von ihrem Vater und ihrem Bruder, die beide einen Tauchschein haben und erfahrene Sporttaucher sind, hat sie allerdings schon vieles gelernt.

Auch sie möchte bald einen Tauchschein machen. Dafür braucht sie ein ärztliches Attest, das ihre Tauchtauglichkeit bestätigt. Bei einer ärztlichen Untersuchung wird abgeklärt, ob die Person Krankheiten oder körperliche Einschränkungen hat. Neben dem Herz und der Lunge, werden auch die Ohren und Nebenhöhlen durchgecheckt. Da in der Tiefe ein höherer Druck als an der Oberfläche herrscht, der sich durch Druck und Schmerzen auf den Ohren zeigt, wird beim Abtauchen ein Druckausgleich gemacht. Die Schülerin ist, trotz des Wissens über das Tauchen, ziemlich aufgeregt.

Die Tauchausrüstung wird nun bereitgemacht. Zuerst wird die Maske ausgespült, damit sie vom Salzwasser nicht trüb wird. Sie sollte gut an den Kopf angepasst werden, da man beim Tauchen eine gute Sicht benötigt und kein Wasser eindringen darf.

Mit der Tarierweste wird der Auftrieb reguliert

Dann wird die Tarierweste umgeschnallt, mit der der Taucher durch Auf- und Abblasen seinen Auftrieb regulieren und austarieren kann. Darüber hinaus wird ein Gürtel mit Bleigewichten angelegt, der ebenfalls den Auftrieb verhindert. An der Tarierweste wird die Sauerstoffflasche befestigt. Diese ist verbunden mit zwei Mundstücken, das eine für den Tauchgang, das andere als Ersatzventil für Notfälle und einen Druckmesser, auf dem sich ablesen lässt, wie viel Bar sich in einer Flasche befinden. Die Standardmenge liegt bei zweihundert Bar. Sporttaucher verwenden meist einen Tauchkompass, der zur Orientierung dient.

Mit ihrem Vater geht die Schülerin noch einmal die drei wichtigsten Zeichen der Tauchsprache durch. ,,Alles klar?-Alles klar!“, ,,Auftauchen!“ und ,,Kein Sauerstoff mehr!“ Zuletzt werden die Tauchstiefel und Flossen an-gezogen. Das Mundstück wird angelegt, und dann lassen sich die Taucher rückwärts vom Boot ins Wasser fallen.

Das regelmäßige Gurgeln der Pressluft sorgt für Beruhigung. ,,Im Wasser bemerkt man die fünfzehn Kilo schwere Druckluftflasche gar nicht!“, sagt Alain. Er taucht mit seiner Schülerin heute bis zu fünf Metern, während die anderen sich in Tiefen von zwanzig Metern und mehr aufhalten.

Beim Tauchen gibt es sehr viel zu beachten. Man darf niemals zu schnell auftauchen, sonst könnte die Lunge platzen. Deswegen taucht man immer in Etappen auf. ,,Es war wie Eintauchen in eine neue Welt“, berichtet die Schülerin begeistert nach dem Tauchgang.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren