Notschlafstelle

„Die 10“ - eine Rettung für obdachlose Jugendliche

Regeln sorgen für ein gutes Miteinander zwischen den Bewohnern in der Notschlafstelle an der Hermannstraße.

Von Clara Pannes, 8b, Gymnasium Schwertstraße

In der Hermannstraße Nummer 10 gibt es eine Notschlafstelle für Menschen im Alter von 14 bis 26 Jahren ohne Wohnsitz. „Die 10“ nimmt jederzeit Jugendliche und Erwachsene auf. Monika Hackbarth ist die leitende Sozialarbeiterin dieser Einrichtung.

Die Geschichte „Der 10“

„Die 10“ existiert schon seit 30 Jahren, berichtete Sonja Belle, die stellvertretene Leiterin. Seit 15 Jahren dürften auch Kinder aufgenommen werden und seit drei Jahren hat „Die 10“ sogar den Status einer Jugendschutzstelle. Früher habe es sehr viele drogenabhängige Jugendliche gegeben. Sie hielten sich meist in leerstehenden Häusern auf, was vom Staat untersagt wurde.

Laut Belle ist „Die 10“ 24 Stunden am Tag geöffnet. Heute würde man mehr Scheidungskinder antreffen, deren Familienleben im Ungleichgewicht steht. Gab es früher mehr männliche alkohol- und drogensüchtige Sozialfälle, so zeigt sich heute eher ein Überhang an weiblichen Personen. Sonja Belle sagte, die Bewohner blieben maximal ein viertel Jahr. Pro Jahr werden etwa 40 Jugendliche und 40 Erwachsene in die Notschlafstelle aufgenommen.

Was möchte die 10 bewirken?

In der Notschlafstelle sollen Menschen würdevoll aufgenommen und behandelt werden. Während bei den Erwachsenen die Probleme darin liegen, eine eigene Wohnung zu finden, die bezahlbar ist, so ist das Problem bei den Jugendlichen, dass sie oftmals in ihren jungen Lebensjahren mit so viel Leid konfrontiert wurden, dass in den meisten Fällen sogar eine Unterbringung in therapeutischen Kliniken unumgänglich ist.

Wie ist der Umgang miteinander?

Sonja Belle erklärt, dass es normale Hausregeln geben würde. An erster Stelle steht die oberste aller Regeln: keine Gewalt. Die zweite Hausregel sei gegenseitiger und respektvoller Umgang. Sie sagte, der Alltag werde sehr streng eingehalten. So werden die Bewohner zwischen 7 und 7.30 Uhr geweckt. Außerdem fügte sie hinzu, dass die Zimmer in der Zeit von 8 bis 14 Uhr geschlossen seien. Während dieser Zeit besuchen die Jugendlichen die Schule und die Erwachsenen ihre Arbeitsstelle. Die Arbeitslosen helfen beim Putzen, Kochen, Einkaufen und Büroarbeiten. Wer das nicht will, müsse das Haus verlassen.

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