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Eine neue Ära bricht an

Von Tom-Louis Friedrich, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule

„Jetzt ist alles zu spät.“ So denkt ein großer Teil der amerikanischen Bevölkerung und auch hier in Deutschland gibt es viele mahnende Stimmen. Doch wie kann so jemand wie Donald Trump eigentlich Präsident werden, fragen sich kopfschüttelnd viele Menschen. Nur - ist Präsident Trump wirklich ein so unberechenbarer Mensch, wie es scheint?

Am Mittwoch, den 9. November 2016, trat Trump das erste Mal als neuer Präsident der USA auf die Bühne. Und siehe da: Keine Beleidigungen, Keine Wutausbrüche und auch keine Forderung, Hillary Clinton sofort zu verhaften. Stattdessen äußerte Trump, dass das Volk seiner Konkurrentin Dank schenken sollte und bat diejenigen, die ihn nicht gewählt haben, um Rat.

Es wirkte, als wäre er ein komplett anderer Mensch geworden. Aber warum dieser plötzliche Sinneswandel? Diese Frage stellen sich die Meisten und auch Politiker wundern sich über sein jetziges Verhalten im Vergleich zu der Zeit im aktiven Wahlkampf. Er sagt, er wollte bloß die Stimmen der Wähler ergattern, indem er so tue, als würde er alle Hebel in Bewegung setzen, um in Amerika an die Macht zu kommen.

So gaben etliche Republikaner Trump ihre Stimmen, in der Hoffnung, er würde genau das tun, was er zuvor in seinem Wahlkampf angekündigt hatte. Denn glaubt man Trumps „Parteifreund“ Ted Cruz, so hat sein Gerede weiter gar nichts zu bedeuten, weil Trump nun einmal ein „krankhafter Lügner“ sei und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge überhaupt nicht kenne.

Es gibt zwei verschiedene Meinungen zu Trump. Die einen denken, er würde den dritten Weltkrieg anzetteln und die anderen, dass er sich höchstwahrscheinlich ändert und im Wahlkampf nur wild irgendwelche Phrasen in den Raum geworfen hat. Und auch Ex-Präsident Barack Obama verbreitet Hoffnung. „Wir alle sind nicht zuerst Demokraten oder zuerst Republikaner. Als Allererstes sind wir alle Amerikaner.“

Mit diesen Worten versuchte Barack Obama am 9. November 2016 dem amerikanischen Volk Mut zu machen und wollte ihnen vermitteln, dass sie zusammen halten müssen. Als Obama und Trump sich am 11. November 2016 im Oval Office mehr als eine Stunde lange unterhielten, appellierte Obama an Trump, das Regierungssystem und seine Institutionen zu respektieren und sah Hoffnung darin, dass Trump sich ändern wird.

Wir sind auf die nächsten vier Jahre und den Kurs des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gespannt.

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