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Das ehemalige Konzentrationslager Birkenau

Von Celina van Pütten, 10e/f, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Im Jahre 1940 bis 1945 wurden in den Konzentrationslagern Auschwitz mindestens 1,1 Millionen Juden, 140.000 Polen, 20.000 Sinti und Roma sowie mehr als 10 000 sowjetische Kriegsgefangene deponiert. Knapp über 400 000 Häftlinge wurden registriert.

Von den registrierten Häftlingen sind mehr als die Hälfte aufgrund von Arbeitsbedingungen, von Hunger, von Krankheiten und von medizinischen Versuchen gestorben. Ungefähr 900 000 Menschen wurden nicht registriert und bei der Ankunft ermordet.

Heute sind die ehemaligen Konzentrationslager als Gedenkstätten und Museen eingerichtet. Birkenau war das größte „Juden-Vernichtungslager“ in der Nazizeit. Es wurde drei Kilometer von dem Stammlager Auschwitz im Jahre 1941 in der Stadt Oswiecim gebaut. Das Lager wurde am 27. Januar 1945 von der roten Armee befreit.

Heute sind noch viele Teile im originalen Zustand zu besichtigen. Nur wenige Bestandteile wurden erneuert. Pro Baracke schliefen dort etwa tausend Menschen. Frauen und Männer wurden schon bei der Ankunft getrennt. Die Häftlinge wurden mit dem Zug zu den Lagern gebracht.

Es gab getrennte Lager, auf der rechten Seite waren die Baracken der Männer und auf der linken Seite wurden die Frauen und Kinder untergebracht. Hochschwangere Frauen wurden bei der Ankunft direkt aussortiert und sollten ermordet werden.

Diesen Prozess begleitete der Arzt Mengele. Er entschied bei der Ankunft über das Leben der Menschen. Alte, Behinderte, schwach Aussehende und Schwangere wurden aussortiert und zu den Gaskammern geführt. Dort wurde ihnen erzählt, dass sie nur duschen gehen werden, doch in Wahrheit wurden sie dort von den „SS“-Soldaten vergast.

Die Leichen wurden danach in einem Krematorium verbrannt. Frauen bei denen man nicht gesehen hat, dass sie schwanger sind, durften im Lager arbeiten. Nach der Entbindung wurden die Säuglinge durch eine Spritze getötet oder ertränkt. Einige Krematorien und Gaskammern im Konzentrationslager Birkenau wurden schon 1944 abgerissen, da die Nazis vertuschen wollten was sie dort getan haben.

Das letzte Krematorium sprengten die Nationalsozialisten kurz vor der Befreiung des Lagers, durch die anrückenden, sowjetischen Truppen im Januar 1945. Nach der Befreiung des KZ wurden einige Gegenstände, die transportfähig waren, in die Sowjetunion gebracht. Bei der Verlagerung gelangten Dokumente, darunter 46 Sterbebücher, in die Sowjetunion. Diese Dokumente wurden wieder nach Polen geschickt und sind dort ausgestellt. Nun wo der Krieg schon lange vorbei ist, trennen die Polen Auschwitz von Oswiecim.

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