Drohender Vulkanausbruch auf Bali

Von Saskia Friebel, 8b, Theodor-Heuss-Realschule

Der Mount Agung, ein aktiver Schichtvulkan auf der indonesischen Insel Bali, droht auszubrechen. Seit Mitte September ist er wieder aktiv. Zuletzt war der Vulkan 1963 ausgebrochen, hatte 1100 Tote gefordert und war viele Monate aktiv geblieben. Der Gunung Agung, wie der Vulkan von den Bewohnern Balis genannt wird, gilt unter den gläubigen Hindus als „Nabel der Welt“ und als „Ort, wo die Götter wohnen“ und wird entsprechend verehrt.

Die indonesischen Behörden riefen die zweithöchste Alarmstufe aus. Es regnet seit Wochen Asche und es steigen vier Kilometer hohe Rauchsäulen in den Himmel. Für die Luftfahrt gilt die höchste Alarmstufe Rot, so dass Flüge gestrichen werden und hunderte Urlauber auf der beliebten Ferieninsel festsitzen.

An der Oberfläche des Vulkans konnte bereits Magma entdeckt werden. An die Bevölkerung werden aufgrund der giftigen Aschegase Atemmasken verteilt. Rund um das Gefahrengebiet wurde im Radius von 10 Kilometern die Evakuierung der Bevölkerung angeordnet. Mehr als 100 000 Menschen müssen in Sicherheit gebracht und in Notunterkünften untergebracht werden. Seit Anfang Dezember beruhigt sich der Vulkan zwar wieder, aber eine Entwarnung kann noch lange nicht gegeben werden, da der Druck im Inneren des Vulkans nach wie vor so hoch ist, dass jederzeit mit einem Ausbruch gerechnet werden muss. Leider sind immer noch nicht alle Bewohner bereit, die Gefahrenzone zu verlassen und auch Touristen, die als Schaulustige Fotos des Vulkans machen wollen, gefährden sich und andere. Der Flugbetrieb ist immer noch eingeschränkt und viele Menschen sitzen nach wie vor auf Bali fest.

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