Do it yourself: Kreativität ist in der Krise stark gefragt

Neuer Verein will Jugendliche fördern

Von Pina Rosa Munsch, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Wer beim ersten Corona-Lockdown durch die Straßen spaziert ist – maximal zu zweit und mit Abstand natürlich –, konnte oft Hämmern, Bohren oder Nähmaschinen hören. Plötzlich waren Basteln, Heimwerken und Upcycling wieder „in“. Da man sich nicht mit Freunden treffen konnte und auch alle Freizeit-Aktivitäten verboten waren, haben sich viele Leute mit Do-it-yourself-Projekten (DIY) bei Laune gehalten. Diese Lust am Selbermachen kennen auch Milena Munsch und die etwa 15 Gründer des Instituts für DIY-Kultur e. V.

Und das nicht erst seit Corona. Bereits Ende 2019 hatten sie die Idee, dass es eine Anlaufstelle für alle DIY-Interessierten in Solingen geben müsste.

Junge Menschen ziehen oftmals weg

Aber erst im ersten Lockdown hatten sie die Zeit, diese Idee auch wirklich in die Tat umzusetzen. Sie träumen von einem Ort, an dem neue Konzepte und Ideen rund um Nachhaltigkeit und Eigeninitiative entstehen können. Wieso gibt es sowas in Solingen eigentlich noch nicht? Munsch klärte mich darüber auf, dass unsere Stadt nur auf dem Papier groß wirke. „Es gibt wenig urbane Stadtkultur. Dadurch gibt es auch wenig Raum für alternative Gemeinschaftlichkeit, Eigeninitiative, bürgerschaftliche Engagement und DIY. Das liegt vermutlich an der fehlenden Uni, wodurch junge Menschen oftmals wegziehen und woanders ihre Ideen umsetzen“, erklärte Milena Munsch.

Als Standort für das Institut wollen die Mitglieder ein leerstehendes Gebäude mieten oder kaufen. Dafür bot sich eigentlich das alte Grossmann-Gelände in Wald an, doch es war zu weit abgelegen und nicht langfristig genug nutzbar.

Verein sucht nach passenden Räumen

Daher ist der Verein wieder auf der Suche nach passenden Räumen. Wichtige Suchkriterien: Nah an der Korkenziehertrasse, viel Platz und ein großer Außenbereich. Dort sollen ein DIY-Space und eine Art Upcycling-Supermarkt entstehen. Milena Munsch berichtete, auch Jugendliche könnten die Möglichkeit bekommen, eigene DIY-Projekte oder zum Beispiel ein Instagram-Museum zu gestalten. Und falls man Hunger bekommt, würde man draußen am Food Truck Essen bestellen können.

Gründer konzentrieren sich auf organisatorische Themen

Aktuell ist das nur ein schöner Plan. Denn durch die Corona-Situation können die Gründer des Institutes sich noch nicht mal persönlich treffen. Daher konzentrieren sie sich auf organisatorische Themen und halten Ausschau nach der perfekten Location.

Jetzt sind wir schon im zweiten Lockdown, was dazu führt, dass sich wieder viele Leute mit eigenen kreativen Projekten die Zeit vertreiben. Selbst Weihnachtsgeschenke wurden im letzten Jahr wieder zunehmend selbst gemacht. Spätestens nächstes Jahr um diese Zeit ist Corona hoffentlich unter Kontrolle.

DIY-Projekte muss man nicht mehr alleine zu Hause bewerkstelligen, sondern trifft sich dafür mit Gleichgesinnten im Institut für DIY-Kultur.

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