Digitales Einkaufen liegt im Trend

+
Leere Kölner Straße in der Solinger City. Foto: Jonah Schott

Internethandel macht Geschäften vor Ort das Leben schwer. Manche Verbraucher kaufen bewusst lokal.

Von Jonah Schott, 9f, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Das Einkaufen im Internet hat deutlich zugenommen, der Einzelhandel verliert Kunden. Geschäfte müssen schließen. Woher kommt dieser Wandel?

Viele kennen und machen es: Ein Klick – und der gewünschte Artikel ist gekauft.

Das digitale Einkaufen scheint nur Vorteile zu bieten. Nicht nur die unendliche Angebotsvielfalt, sondern auch die zeitliche Unabhängigkeit soll zum schnellen Kauf verführen. Mit PC oder Handy kann der Konsument zeit- und ortsunabhängig ordern. Auch verspricht das Internet zahllose Ausführungen in allen Preiskategorien. Die Produkte werden von Bewertungen begleitet, die dem Käufer eine „objektive“ Vergleichsmöglichkeit versprechen.

Versteckte Lieferkosten und lange Wartezeiten sind möglich

Aber stimmt dies auch? Um den Käufer zu überzeugen werden Bewertungen manipuliert oder geändert. Negative Bewertungen verschwinden aus dem Internet, sogar von erkauften Bewertungen wird berichtet. Viele Kunden empfinden das Kaufen im Internet als einfacher und entspannter. Dabei wird der mögliche soziale Charakter eines Einkaufserlebnisses im Laden nicht vermisst. Dass der Kunde zum schnellen Kaufen verführt werden soll, zudem noch freiwillig Daten und Einkaufsinteressen preisgibt, soll hier nur erwähnt sein. Ebenso Randerscheinung bleibt der Verpackungsmüll. Lässt sich der Käufer zu schnell zum Kauf verleiten, können ihm versteckte und überteuerte Versandkosten entstehen. Ist die Ware zwar lieferbar, kommt aber vom anderen Ende der Welt, sind lange Wartezeiten programmiert. Somit heben sich Vor- und Nachteile auf.

Kerstin Krüger, Lehrerin an der Alexander-Coppel-Gesamtschule in Solingen, meint:

„Ich kaufe bestimmte, teilweise auch hochpreisige Artikel wie beispielsweise Elektrogeräte bewusst im Einzelhandel, weil ich genau weiß, dass es der Einzelhandel nicht leicht hat und ich ja auch eine persönliche Beratung bekomme.“ Anders sieht es Edanur Özkan, Schülerin an der Alexander-Coppel-Gesamtschule. Sie kauft ihre Kleidung ausschließlich online und im Einzelhandel nahezu gar nichts.

Wo führt diese Entwicklung hin? Erste Lebensmittelläden bieten ihr Sortiment online an, Lieferung inbegriffen. Begleitet wird der Kunde von einem virtuellen Einkaufscoach.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Museum fördert Schüler
Museum fördert Schüler
Digitales Einkaufen liegt im Trend
Digitales Einkaufen liegt im Trend
Die Tafel hilft Bedürftigen
Die Tafel hilft Bedürftigen
Studieren mit Codecentric
Studieren mit Codecentric

Kommentare