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Die Solinger Stadtbücherei geht mit der Zeit

Mittlerweile gibt es neben Büchern aus Papier auch E-Reader in den Regalen der Bücherei.
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Mittlerweile gibt es neben Büchern aus Papier auch E-Reader in den Regalen der Bücherei.

Vorteile durch Digitalisierung bringen frischen Wind

Von Linda Sobek, 8b, Humboldtgymnasium

Ich sitze in der Bibliothek. Zwischendurch höre ich hier und da mal eine Seite knistern, wenn jemand umblättert, sonst ist es still. Ich blicke auf und bin überrascht, als ich ein Mädchen einen E-Reader ausleihen sehe. Völlig selbstbewusst, als hätte sie das schon tausendmal gemacht. Komisch, ich wusste gar nicht, dass die Bibliothek das macht. Was hat sich verändert?

Seit 2007 existiert die „Onleihe“, eine Firma, die als „Zwischenhändler“ fungiert und allen deutschen Bibliotheken E-Books online im Rahmen eines Angebotes zur Verfügung stellt. Unsere Solinger Stadtbibliothek nutzt dieses Angebot seit 2010, um nach und nach immer mehr E-Books, E-Audios und E-Magazine online zum kurzzeitigen Download zur Verfügung zu stellen.

Dabei wählt Heike Pflugner, die Verantwortliche für die E-Medien in der Solinger Stadtbibliothek, aus den derzeitig beliebtesten zur Verfügung stehenden Büchern unterschiedlicher Genres aus, um ein möglichst vielfältiges Angebot zu haben. Mithilfe von 5000 Euro des jährlichen Etats und der Gelder der Verbundpartner des bergischen Dreiecks, Remscheid und Wuppertal, besorgt die Bibliothek neuen Stoff für die Onleihe.

Allerdings gibt es momentan Probleme mit den Urheberrechten der Autoren. Die Verlage sagen, dass die Bibliotheken nicht das Recht haben, für jedes Buch eine Lizenz zu kaufen, somit können nicht alle neuen Bücher als E-Book verwendet werden. Das tut der Vielfältigkeit der Online-Bibliothek aber keinen Abbruch.

Die Digitalisierung sorgt nicht für weniger Besucher

Zudem wirkt sich das größere Online-Sortiment auch nicht negativ auf die Besucherzahlen aus, da die Bibliothek laut Heike Pflugner „nicht mehr nur eine Bibliothek ist, sondern ein sogenannter Dritter Ort“, welcher nicht unbedingt nur etwas mit der Ausleihe von Medien zu tun haben muss.

Die digitalisierte Bibliothek bietet jetzt viele neue Möglichkeiten. Man kann sich beispielsweise einen E-Reader ausleihen, auf dem man Bücher dann an einem Ort gesammelt lesen kann, nicht zu vergessen die Entlastung, wenn man statt eines schweren Bücherstapels nur einen leichten E-Reader mit sich herumtragen muss. Außerdem gibt es etwa Kurse zur Einrichtung von E-Readern als Hilfe für Senioren. Ein Problem stellen in dieser Hinsicht noch leichte Bedienungsfehler bei manchen E-Readern dar.

Die Bibliothek ist mit der Zeit gegangen und hat sich weiterentwickelt. Es gibt zwar noch Probleme, jedoch wird daran gearbeitet und ich bin zuversichtlich, dass diese in Zukunft behoben werden können. Die Möglichkeit, sich digital Lesestoff zu holen, ist eine große Chance für alle.

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