Zeitung in der Schule

Corona belastet die Tanzbranche

Schwierige Lage für Künstler

Von Nele Antonia Miedek, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Die Mehrheit aller hauptberuflichen Tänzer und Tänzerinnen in Deutschland hat während der weltweiten Corona-Pandemie von März 2020 bis zum heutigen Tag finanzielle Belastungen und einen Wandel in der Tanz-Branche erleben und akzeptieren müssen. Seit Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 mussten sie auf Auftritte und Produktionen, in Live-Shows, Theatern und im Fernsehen, verzichten.

„Viele Tänzer und im Allgemeinen viele Künstler haben Hilfen vom Staat bekommen, die zwar hilfreich waren, aber nicht ausreichten, um alles zu finanzieren. Oder viele Künstler mussten Hartz IV beantragen, weil es keinen anderen Weg gab“, berichtete die 32-jährige Solingerin, Freiberuflerin und ausgebildete Tänzerin Julie Martin. Die vom Staat angebotene Hilfe liegt unter dem durchschnittlichen Monatsgehalt eines Tänzers oder einer Tänzerin in Deutschland. „Es war eine schwere Zeit, und man brauchte seine Ersparnisse. Denn auch Tänzer und Tänzerinnen, die zuvor gut verdient haben, hatten nach einer gewissen Zeit kein Einkommen mehr“, so Julie Martin.

Einer der wenigen Wege für Tänzer und Tänzerinnen in den Lockdowns weiterhin zu arbeiten, war und ist immer noch, selbst Tanz in Workshops oder Tanzschulen zu unterrichten. Julie Martin: „In den Lockdowns war ich wirklich froh, weiterhin in einer Tanzschule unterrichten zu können, weil der Unterricht trotzdem noch von Zuhause über Zoom weitergeführt werden konnte.“

Ab dem Frühjahr im Jahr 2021 wurden wieder Produktionen geplant, wie zum Beispiel Live-Shows und Fernsehsendungen. Julie Martin erzählte, dass es ein überwältigendes Gefühl gewesen sei, nach anderthalb Jahren wieder auf der Bühne zu stehen. Wenn auch ohne Publikum. Jedoch waren die Bedingungen hinter und auf der Bühne strenger, um das Ansteckungsrisiko so niedrig wie möglich zu halten.

Meist werden nur noch Geimpfte oder Genesene eingesetzt

„In vielen Produktionen durften sich die Tänzer und Tänzerinnen gegenseitig nicht anfassen und mussten sich jeden Tag testen lassen, egal ob man vorher getestet, geimpft oder genesen war“, wie Julie Martin schilderte. Unter anderem müssen hinter der Bühne und während der Proben medizinische Masken getragen werden, die während des Auftrittes abgelegt werden können. In den meisten Produktionen werden nur noch geimpfte oder genesene Tänzer und Tänzerinnen gebucht. Dies wird auch maßgeblich die Zukunft beeinflussen, denn nicht Geimpfte müssten sich, im Falle einer offiziellen 2G- oder 2G plus-Regelung, gegebenenfalls in ihrem Beruf umorientieren und könnten nicht mehr in der Branche arbeiten, wenn keine Impfung erfolgt.

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