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Ist der Christliche Kalender veraltet?

Von Julian Waldmin, 10f, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Wie man weiß wird unser heutiger Kalender durch die Geburt von Jesus von Nazareth bestimmt, diese Art von Kalender heißt gregorianischer Kalender, doch dabei entstehen Probleme: Erstens hat man die Geburt von Jesus von Nazareth bei der Erstellung des Kalenders falsch geschätzt, er wurde zwischen 7 v. Chr. und 4 v. Chr. geboren. Zweitens gibt es kein Jahr Null, also nach 1 v. Chr. kommt 1 n. Chr., dies erschwert das Bestimmen von Zeitintervallen zwischen zwei Ereignissen, die vor und nach Christi Geburt geschahen.

Drittens werden die Jahreszahlen v. Chr. heruntergezählt, was genau das Gegenteil von n. Chr. ist. Viertens hat für viele Zivilisationen die Geburt von Jesus von Nazareth keine bis wenig Bedeutung, somit können diese sich damit nicht identifizieren. Fünftens wird bei der Astronomischen Jahreszählung das Jahr 1 v. Chr. als Jahr Null und 666 v. Chr. als -665 geschrieben, welches Verwirrung stiftet.

Sechstens werden in der Schule Ereignisse v. Chr. sehr häufig vernachlässigt oder ganz weggelassen. Dies führt zu fehlendem Wissen und falschem Verständnis oder fehlerhaftem Beurteilen von Ereignissen.

Alternativen zum Christlichen Kalender

Jetzt könnte man sich die Frage stellen: Gibt es denn eine praktische Alternative? Man könnte den Holozän/Human Kalender verwenden, welcher von Cesare Emiliani (1922 – 1955 n. Chr.; 11922 – 11955 HE) vorgeschlagen wurde. Der Holozän-Kalender richtet sich nach dem ungefähren Beginn der geologischen Holozän Epoche und der Neolithischen Revolution, als erstmalig erzeugende Wirtschaftsweisen aufkamen, wie Ackerbau oder die Sesshaftigkeit des Menschen, dabei wird beim heutigen Kalender 2017 n. Chr. als 12.017 HE (eng. Human- oder Holocene Era) geschrieben.

Dies hat den Vorteil, dass man alle wichtigen Ereignisse der Menschheitsgeschichte in einer Skala veranschaulichen kann, es vereinfacht die geologische, archäologische und historische Datierung und es folgt nach einer kleineren Zahl immer eine höhere Zahl.

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