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Von Chips und Klimawandel

Von Marina Stock, 10e/d, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Klimawandel, jeder hat davon gehört und nahezu jeder hat akzeptiert, dass dieser Begriff nichts Gutes für uns oder unsere Umwelt bedeutet. Doch was alles dazu beiträgt und wie die genauen Folgen aussehen ist weniger bekannt.

Einige der bekanntesten Folgen sind das Schmelzen der Polarkappen, das unter anderem dadurch verursachte aussterben der Eisbären, das weltweite Ansteigen des Meeresspiegels und die Wetterextremen. Viele Menschen denken hierbei aber, neben den allseits bekannten Gründen, wie der Abgase, die wir mit der täglichen Benutzung unserer Autos und den nicht erneuerbaren Energien verursachen, nicht an unseren alltäglichen Konsum.

Sicherlich hat man beim Thema Klimawandel nicht unbedingt das Bild eines leckeren Brotes mit Schokoladenaufstrich, der neuen Handcreme, eines saftigen Rindersteaks oder eine Tüte Chips vor Augen. Allerdings sind diese Konsumgüter ein wichtiger Bestandteil des Ganzen. Sowohl in einem Glas Schokoladenaufstrich, als auch in einer Tüte Chips befindet sich meist Palmöl. Hiervon sind auch Bioprodukte nicht auszuschließen.

Für die Herstellung dessen werden große Teile der irdischen Tropenwälder gerodet. Laut Angaben des Tier- und Umweltschutzvereins WWF sind in 50 Prozent aller Supermarkt-Produkte Palmöle enthalten und seit 1990 soll sich die weltweit genutzte Fläche für den Anbau von Palmöl verdoppelt haben. Dies liegt vermutlich ganz einfach daran, dass Palmöl sehr billig ist.

Ein weiterer großer Faktor im Bezug auf den Klimawandel ist der scheinbar unverzichtbare Genuss des Menschens an Fleisch. Weltweit wird deutlich mehr Platz für die Haltung von Rindern, als für den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse gebraucht. Nicht nur, dass die meisten Tiere unter schrecklichen Bedingungen leben müssen, sie tragen durch den Ausstoß von Gasen auch erheblich zur Erderwärmung bei.

Wenn man sich diese und andere Fakten noch einmal ansieht, wird deutlich, dass es eigentlich sehr einfach wäre, zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten und der Erde auf der wir leben etwas Gutes zu tun. Eine Strecke weniger mit dem Auto, genauer darauf zu achten was in den Produkten die wir konsumieren enthalten ist, und wo sie herkommen, und vielleicht etwas weniger Fleisch könnte schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sein.

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