Als die Bomben fielen

Angriffe auf Solingen am 4. und 5. November 1944.

Von Maximilian Conzen, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Am 4. und 5. November 1944 wurde durch je einen Großangriff die Solinger Altstadt komplett zerstört. Ziele des Luftkriegs waren beispielsweise der Rüstungsbetrieb „Rudolf Rautenbach“ am Mangenberg sowie in zwei Großangriffen Teile von Wald und Gräfrath. Weniger stark schwankend sind statistische Daten über die Anzahl der zerstörten Gebäude. Die Gesamtzahl beläuft sich auf schätzungsweise 14 260. Die nachfolgende Auflistung folgt den Angaben von Rosenthal, die dem Rheinischen Städtebuch entnommen sind. Die Todesopfer werden auf 1880 und 2250 geschätzt. Im Zeitraum von 1940 bis 1945 war die Stadt das Ziel von insgesamt 84 Luftangriffen der Alliierten. Es sind ungefähr 5000 Granaten in Solingen eingeschlagen. Nach dem Krieg wurde schnell Handelsfläche geschaffen. Auf dem heutigen Rathausgelände und dem Mühlenplatz standen Marktbuden bis in die 1950er Jahre. Den Wiederaufbau in der Innenstadt prägten bis heute Geschäftshäuser, die nach der gleichen Idee gebaut waren: unten ein Ladenlokal und in den oberen Etagen die Wohnungen. Manche Solinger, die damals die Angriffe überlebten, hören noch heute die Schreie der Verschütteten, die nicht aus den Trümmern oder Kellern befreit werden konnten. Viele Bürger können sich auch noch an die Bombennächte erinnern, als die ganzen Trümmer brannten und die restlichen Überlebenden verzweifelt nach Angehörigen suchten oder einfach so umherirrten. Die Menschen waren schockiert, da viele Unschuldige starben oder Familienangehörige einfach verschwunden oder sogar tot waren.

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