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Bombenbedrohung aus dem 2. Weltkrieg in Gräfrath

Von Tim Lauterjung, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Am 4. und 5. November 1944 beginnt der Großangriff auf die Stadt. Britische Flugzeuge bombardieren Solingen. Noch heute erinnern sich Menschen aus jener Zeit, was vor über 70 Jahren geschah, als sie mit anderen Kindern spielten und Schutz in den Bunkern suchen mussten, während die Bomber die Klingenstadt erreichten, die für Rüstungsbetriebe bekannt ist.

Bei Auswertungen von Luftbildaufnahmen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der Arena Bergisch Land wird vermutet, dass auf dem Gelände am Roggenkamp, Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg liegen könnten. Zwei Wochen lang wird dort durch eine Fachfirma gesucht. Der Verdacht bestätigt sich. Anfang Dezember werden dann in Solingen-Gräfrath Bomben aus dem zweiten Weltkrieg am Piepersberg gefunden.

Aufgrund der Witterung gestaltet sich die Entschärfung schwierig, weil auch die Anzahl der Bomben nicht feststeht. Die Entschärfung wird mehrfach, zum Unmut der Anwohner, verschoben. Am 7. Dezember werden mehr als 1200 Menschen und 300 Gewerbebetriebe in einem Radius von 600 Metern um die Bombe evakuiert. Es ist die größte Evakuierungsaktion seit 15 Jahren in Solingen. Dabei sind mehr aus 40 Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz.

Es kommt zu erheblichen Behinderungen im Straßenverkehr. Der Zubringer zur A46 wird ebenfalls auch gesperrt, deswegen muss der Verkehr über Nebenstraßen umgeleitet werden. Tonnenschwere LKWs mit Hängern werden über diese schmalen Straßen geführt. Am gleichen Tag wird die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Von der zweiten Bombe geht keine Gefahr aus, da sie sich im Laufe der Jahre in sechs Metern Tiefe zersetzt hat. Der Verdacht einer dritten Fliegerbombe bestätigte sich nicht, da es sich um eine harmlose Eisenstange handelt. Unter der Evakuierung waren Gastwirte und Handwerksbetriebe besonders

betroffen.

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