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Blutige Smartphones

Von Lisa Marie Preuß und Julia-Nicole Labuda, 8a, Theodor-Heuss-Realschule

Coltan ist ein Erz, das in den Minen des Kongos in Afrika abgebaut wird. Ein bis zwei Millionen Kinder und Jugendliche sind für diese harte Arbeit zuständig. Das Jahreseinkommen der Kinder und Jugendlichen liegt bei etwa 80 US-Dollar, was eindeutig zu wenig ist. Außerdem bauen Kinder und Jugendliche das Erz dort illegal ab, denn Kinderarbeit ist im Kongo verboten.

Hinzu kommt, dass diese Kinder durch die kräftezehrende Arbeit häufig erkranken oder sie verletzen sich an den unhandlichen Werkzeugen. Einige Kinder sterben aufgrund von Nahrungsmangel oder Erschöpfung. Viele Coltanminen sind auch in der Hand von Milizen, die häufig äußerst brutal mit den Minenarbeitern umgehen.

Die bewaffneten Konflikte vor Ort werden außerdem zum größten Teil durch den Verkauf des Coltans finanziert. Durch das Abbauen von Coltan wird auch der Lebensraum der Gorillas im Regenwald zerstört. Denn die Bäume müssen gerodet werden, um Platz für Abbaugebiete zu schaffen. Die Abholzung der Bäume trägt ebenfalls dazu bei, dass der Klimawandel voranschreitet.

Wenn das Coltan abgebaut wurde, wird es im Anschluss an verschiedene Firmen wie beispielsweise HTC, Apple oder Samsung geliefert. Dies geschieht oft nicht auf direktem Weg, deshalb ist es für viele Firmen kaum möglich, zurückzuverfolgen, woher das Coltan kommt. Denn nicht überall, wo Coltan abgebaut wird, ist Kinderarbeit im Spiel.

In Australien wird zum Beispiel unter fairen Bedingungen und ohne die Arbeit von Kindern Coltan gefördert. Dennoch kommt der Großteil des weltweit benötigten Coltans immer noch aus dem Kongo. Dieses Erz wird ebenfalls für die Produktion von Spielkonsolen und Computern benötigt. Viele Menschen wissen über die Problematik der Gewinnung des Coltans wenig bis gar nicht Bescheid. Hier muss der Kunde in Zukunft sensibilisiert und aufgeklärt werden, wenn wir den Kindern im Kongo helfen möchten.

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