ZiSch

Blick hinter die Kulissen

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Der gebürtige Solinger Schauspieler Stephan Bieker nahm sich Zeit für ein ZiSch-Interview. 

Schauspieler Stephan Bieker stand schon in vielen Rollen vor der Kamera.

Von Justus Bieker; 8f Friedrich-Albert-Lange-Schule

„Die Hauptbeschäftigung eines Schauspielers besteht darin zu warten“, sagt Stephan Bieker. Im Warten an Filmsets hat der gebürtige Solinger viel Übung. Er hat in seinen 22 Berufsjahren als Filmschauspieler in 38 Produktionen mitgewirkt. Und: Er ist mein Onkel. Für meinen ZiSch-Artikel habe ich ihm Fragen zu seinem Dreh-Alltag gestellt und einen interessanten Einblick in die Welt hinter den Kulissen bekommen.

Ein typischer Drehtag beginnt um 6 Uhr früh, wenn Stephan Bieker vom Hotel abgeholt und zum Drehort gebracht wird. Bei einem großen Set sind bis zu 100 Leute da und bei einem kleinen mindestens 30. Am Drehort führt ihn sein erster Weg zur Disposition. Dort erhält der Schauspieler seinen Einsatzplan und Informationen über die Maske, die Kostümbildner und das Catering. „Das Essen am Set“, berichtet Stephan Bieker, „ist ganz wichtig und deswegen auch besonders gut.“ Man müsse das Team gut füttern, weil „hungrige Schauspieler ganz schwer zu genießen“ seien.

Im Einsatzplan steht genau, was man wann zu tun hat. Wenn man noch Zeit hat, kann man sich im Cateringbereich mit seinen Kollegen unterhalten. Manchmal muss man sofort in die Maske und danach zum Kostümbildner, um sich einzukleiden. Die Kostümbildner hat Stephan Bieker schon vorab getroffen, damit die Kollegen sehen können, was ihm passt.

Nun beginnt das Warten, „weil immer irgendetwas mit der Technik los ist“, erzählt der Schauspieler. Wenn Stephan Bieker dann ans Set gerufen wird, muss er die Szene dem Kamerateam vorspielen, und das Team entscheidet, aus welchem Winkel gefilmt wird. Dann wird die Szene aufgenommen. Dann gibt der Regisseur die Kommandos: „Kamera“, „Ton“ und „Action“, und startet damit den Dreh der Szene. Wenn der Regisseur nicht zufrieden ist, spielt er seine Szene noch einmal.

Auf die Frage, worauf man beim Drehen achten muss, nennt der Schauspieler zwei Dinge. „Erstens muss man den Text alleine zuhause üben, damit man ihn am Set beherrscht. Und zweitens darf es zwischen den Szenen keine Anschlussfehler geben. Darauf achtet der „Continuity“-Kollege.

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