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Blick durch rosarote Brille

Social Media

Von Sadie Robinson, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Wenn es um die Jugend in Verbindung mit Social Media geht, fällt Beobachtern das allgemeine Desinteresse der Jugendlichen an der „normalen“ Lebenswelt auf. Dies ist ein sichtbares, aber lange nicht das gravierendste Problem im Umgang mit Social Media. Denn bei vielen Jugendlichen, die viel Zeit in den sozialen Netzwerken verbringen, werden Depressionen oder auch Essstörungen festgestellt. Doch wie kann es so weit kommen?

Dies hat alles mit einem einfachen Algorithmus zu tun. Es fängt harmlos an: Junge User erhalten im Netz Einblicke in perfekte Lebenswelten anderer. Sie sehen, wie ein problemloser Tag oder ein schöner Aufenthalt am Strand aussieht. Viele Jugendliche fangen an, ihr Leben mit diesen Hochglanz-Videos zu vergleichen und rufen mehr von diesen Videos auf. Zudem tritt besagter Algorithmus in Kraft. Ihnen wird kontinuierlich immer mehr von diesen Beiträgen angezeigt. Und sie schauen weiter. Nach einer Weile ist die Botschaft auch im Gehirn der Jugendlichen verankert. Diese rosarote Lebenswelt erscheint normal. Probleme gibt es nicht!

Das echte Leben lässt sich nicht so einfach retuschieren

Schaut man dann aufs eigene Leben, fällt die Bilanz bescheiden aus. Probleme lassen sich hier nicht so einfach retuschieren, sie sind und bleiben da. Das sorgt für Depressionen, denn die Welt auf Social Media ist einfacher, schöner. Es gibt aber auch junge Menschen, die ihre Probleme im Internet teilen. Viele User finden Parallelen zu ihrem Leben. Auch so kann unterbewusst emotionaler Schaden ausgelöst werden, welcher zu Depressionen und anderen mentalen Krankheiten führen kann.

Irreführend sind auch die Beiträge von Influencern, die ihren Körper präsentieren. Das Schönheitsideal, das propagiert wird, entspricht oft nicht der Realität. Dass viele dieser Beiträge Filter beinhalten oder bearbeitet sind, ist den Jugendlichen nicht bewusst oder wird ignoriert. Da sie diese Beiträge wegen des Algorithmus öfter angezeigt bekommen, vergleichen sie sich mit diesen Idealen und verinnerlichen sie. Um den Schönheitsidealen zu entsprechen, fallen viele unbewusst in eine Essstörung.

Jedoch hat Social Media auch gute Seiten. Dort können Tipps zu Themen wie Schule, Fitness oder Umgang mit Geld geteilt werden. Auch zu sehen ist, wie sich Gemeinschaften auf Plattformen aufbauen, mit Flammen auf Snapchat, wo sie sich jeden Tag mindestens ein Bild schicken, Servern auf Dis-cord, also Gruppen für verschiedene Leute auf der ganzen Welt, die sich austauschen können.

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