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Bio-Unterricht mal anders

Schüler des Humboldtgymnasiums untersuchen den Lochbach.

Von Lilly Jähn, 8c, Humboldtgymnasium

Endlich ist ein kleiner Egel im Kescher. Nun vorsichtig mit dem Pinsel in die Plastikwanne streifen, zu den anderen kleinen Flussbewohnern. Greta hat das Klemmbrett in der Hand und Lilly schaut sich neugierig den Egel unter der Lupe an. Es ist schwierig zu bestimmen, ob es wirklich ein Egel oder ein Strudelwurm ist. Jede einzelne Art wird gezählt und genau untersucht. Es ist spannend herauszufinden, wie viele Bewohner es auf so einem kleinen Bachabschnitt gibt.

Die Klasse 7c des Humboldtgymnasiums macht einen Ausflug ins Lochbachtal. Zusammen mit der Station Mittlere Wupper erforscht sie den Lochbach direkt neben der Schule. Die Schüler sollen den Lochbach und seine Bewohner, seine Beschaffenheit und sein Wasser näher kennenlernen, um das kleine Biotop nahe der Schule zu schützen.

Zwei Jungen geben gerade eine Indikatorflüssigkeit zu einer Wasserprobe des Flusswassers hinzu und ärgern sich, dass es so lange dauert, bis sich das Wasser entsprechend verfärbt. „Da muss man schon ein bisschen Geduld haben”, meint ein Lehrer schmunzelnd.

Beschaffenheit des Flusses wird untersucht

Ein paar Meter weiter diskutieren zwei Schüler, ob der Bach mäandrierend, also sehr kurvenreich, oder stark geschwungen ist. Entscheidend für die Einteilung ist, wie sich das Wasser auf der Oberfläche kräuselt, wie der Fluss geschwungen und die Uferböschung bewachsenen ist und welche Beschaffenheit das Flussbett hat. In der Biologiestunde danach geht es an die Auswertung. Nun wird ausgerechnet, wie die Gewässergüte, also der Zustand des Baches auf biologischer Ebene ist. Zu jedem Tierchen gibt es einen Wert, der sagt, wie stark es ins Gewicht fällt und welcher Gewässergüte es entspricht. In der Erdkunde- und Chemiestunde werden auch die Informationen weiter ausgewertet.

Insgesamt betrachtet ist der Lochbach in Ordnung. Nur ist aufgrund der vielen Hunde und deren Ausscheidungen etwas zu viel Stickstoff im Bach.

Die Ergebnisse ihrer eigenen Projektarbeit wollen sie für die Spaziergänger im Lochbachtal in Form von Infotafeln präsentieren. Der Antrag ist bei der Stadt genehmigt. Und nun übernimmt die Medienabteilung der Stadt das Layout und die Ausarbeitung der Tafeln.

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