Zeitung in der Schule

Betriebe werden klimaneutral

Auch Solinger Firmen nutzen vermehrt Photovoltaik-Anlagen auf ihren Dächern. Archivfoto: Patrick Pleul/dpa
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Auch Solinger Firmen nutzen vermehrt Photovoltaik-Anlagen auf ihren Dächern. Archivfoto: Patrick Pleul/dpa

Unter anderem BIA Kunststoff- und Galvanotechnik will Emissionen reduzieren.

Von Henri Püttbach, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Der Klimawandel ist bereits seit einigen Jahren eine globale Aufgabe. Nicht nur Staaten und jeder Einzelne, sondern auch große Konzerne, aber auch kleine Betriebe sind in der Verpflichtung, ihren Beitrag dazu zu leisten, die CO2-Emissionen in Schach zu halten. Denn laut den aktuellen Zahlen werden über 51 Milliarden Tonnen Treibhausgase jedes Jahr weltweit ausgestoßen.

Die BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG hat vor kurzem ein Paper veröffentlicht, welches dieses Thema behandelt. Das Paper zeigt Gründe auf, die für eine klimaneutrale Gestaltung des Betriebes sprechen, zum Beispiel die globalen Dimensionen, die Marktentwicklungen und die Kosten für CO2-Abgase.

2021 liegt der CO2-Preis pro Tonne bei 25 Euro. Bis 2025 soll er bis 55 Euro steigen. Ziel von BIA Kunststoff ist es, fünf Prozent CO2-Emissionen weniger jährlich zu schaffen. Inzwischen wollen viele Autofirmen ihre neuen Elektroautos klimaneutral produzieren. Jedoch brauchen sie dafür die Hilfe der Zulieferer, da ca. 80 Prozent der CO2-Emissionen zu Lasten der Lieferketten gehen. Allerdings steigt der Kostenfaktor für Konzerne mit hohen Emissionen.

Auch die Biacchessi GmbH und Co. KG möchte einen klimaneutralen Betrieb aufbauen. Laut Frank Gießelmann, Betriebsleiter der Firma, wurde bereits eine Photovoltaikanlage auf der Galvanikhalle an der Martinstraße gebaut. Diesen Strom könnten sie zur Hälfte selbst verbrauchen. Der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Zusätzlich seien sie eine abwasserfreie Galvanik, sagte Gießelmann. Die Firma habe eine Verdampfer-Anlage, die alle Abwässer in sauberes destilliertes Wasser, das sie wiederverwenden, und konzentriertes Abwasser, das fachgerecht entsorgt wird, trennt.

Darüber hinaus hat die Firma Biacchessi schon Pläne für eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Hauptgebäude. Diesen Strom könnten sie vermutlich bis zu 95 Prozent selbst nutzen. Allerdings stößt die Firma auch hier auf Probleme. Laut Gießelmann gibt es noch einige Schwierigkeiten rund um die Photovoltaik-Anlage, aber auch das Einspeisen des überflüssigen Stroms sei sehr umständlich. Hier sollten die Netzagenturen ebenfalls flexibler werden.

Allerdings stellen viele Firmen die Klimaneutralität sehr weit hinten an. Dies liegt an den vielen Extrakosten, die eine Emissionssenkung verursacht. Jedoch ist die frühe Umstellung laut einigen Experten ein Wettbewerbsvorteil. Dieser wird sich in den nächsten Jahren zeigen, wenn die Kosten für die Abgase steigen und deutlich teurer werden als die Kosten für eine Umrüstung.

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