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Beruf des Polizisten hat sich verändert

Hauptkommissar Holger Steinhausen im Gespräch.

Benedetta Paglialonga 10e, Geschwister-Scholl-Schule

Kriminalhauptkommissar Holger Steinhausen von der Kriminalpolizei Wuppertal arbeitet im Kommissariat für Computerkriminalität.

Herr Hauptkommissar, wie lange sind Sie schon in ihrem Beruf tätig?

Seit Oktober 1982, also mittlerweile seit über 36 Jahren, arbeite ich bereits für die Polizei.

Was war ausschlaggebend dafür, sich für diesen Beruf zu entscheiden?

Ich war noch jung, als ich mich entschloss, zur Polizei zu gehen. Der Beruf erschien mir sehr attraktiv, da ich die Aussicht auf verschiedene Tätigkeitsfelder hatte und wusste, dass man immer mit Menschen zu tun hat.

Hatten Sie schon einmal einen für Sie lebensbedrohlichen Einsatz?

Nein, zum Glück ist mir das noch niemals in meinen vielen Berufsjahren passiert.

Welchen Stellenwert nimmt der Beruf in Ihrem Leben ein?

Eindeutig Stelle zwei – nach meiner Familie ist mein Beruf das Wichtigste in meinem Leben. Aber ich möchte diese Rangfolge betonen: Die Familie kommt immer zuerst!

Was würden Sie Jugendlichen raten, die sich für diesen Beruf entscheiden?

Ich würde jedem raten, sich vorher ein genaues Bild zu machen und Informationen einzuholen. Denn es muss einem klar sein, dass nicht immer alles einfach ist. In diesem Beruf hat man viele Konflikt- und Stresssituationen.

Halten sie Ihre Schutzkleidung für angemessen?

In meinem Tätigkeitsfeld bin ich in Zivil unterwegs und brauche keine Uniform. Aber ich habe eine Schutzweste.

Wie musste ihre Familie damit umgehen, dass sie solch einen gefährlichen Job ausführen?

Früher, als ich noch ein Teil einer Hundertschaft war und zu Demonstrationen oder ähnlichem musste, hat meine Frau versucht, das Gefährliche zu verdrängen, indem sie sich abgelenkt hat.

Hat Ihr Beruf sich in den letzten 20 Jahren verändert?

Ja, eindeutig! Leider hat man das Gefühl, dass die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung nicht mehr so hoch ist. Der Respekt ist etwas verloren gegangen. Hinzu kommt, dass es durch das Internet heute Straftaten gibt, die wir früher nicht hatten.

Ich bedanke mich sehr herzlich, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben.

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