Barfen ist der Futter-Trend

Toffy bekommt keine Barf-Nahrung. Foto: Christian Beier

Die neuartige Ernährungsform benötigt hohe Fachkenntnisse der Hundehalter.

Von Julia Pesch, 9a/b/c, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Andere kochen für ihre Familien, Frau S. kocht für ihren Hund. Biological Appropriate Raw Food, kurz Barf, ist die neue artgerechte Hundeernährung. Jedoch existiert diese Form der Fütterung nicht nur für Hunde, sondern auch für andere Fleischfresser. Die Meinungen gehen auseinander: Zu teuer und zu viel Zeitaufwand, aber andererseits eine gesunde Ernährung des Vierbeiners.

Genetische Untersuchungen von 2017 zeigten, dass der Hund seine Ernährung stark angepasst hat, seit er mit dem Menschen zusammenlebt. Ist es dann überhaupt noch notwendig, seinen Hund an die Rohfleischfütterung zu gewöhnen?

Vorteile sind, dass sämtliche Zusatzstoffe weggelassen werde, die die herkömmlichen Trocken- und Nassfuttersorten enthalten. Zum Beispiel Getreide, welches zum billigen Ergänzungsmittel zweckentfremdet wird. Außerdem sorgt die frische Fütterung dafür, dass unangenehme Gerüche des Hundes verschwinden und der natürliche Abrieb der Zähne sichergestellt ist. Die Vierbeiner sollen laut Aussagen von Privatpersonen ausgeglichener und agiler sein.

Nachteile sind jedoch die Lagerung des Fleisches und die Umgewöhnung für den Hund. Er muss langsam an die neue Ernährungsform gewöhnt werden. Der Hundehalter muss sich außerdem vorab informieren, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Außerdem muss stark auf Hygiene geachtet werden, da Krankheiten schnell über das Fleisch übertragen werden können. Aufgrund der Hygienerisiken stufen besonders Fachleute aus anderen Ländern diese Art der Ernährung als kritisch ein.

Beim Barfen kann man das Futter individuell auf das Tier zuschneiden

Ein wesentlicher Teil des Barfens besteht in der Futterzusammenstellung. Da jedes Tier individuell ist, braucht es eine passende Zusammenstellung, die an das Alter, die Aktivität, die Leistung, das Geschlecht und den Gesundheitszustand angepasst ist. Jede Mahlzeit besteht zu 70 bis 80 Prozent aus Fleisch, Knochen, Innereien, Fisch und Fetten, der Restanteil besteht aus Obst, Gemüse und anderen Zusatzstoffen.

Ein wesentlicher Faktor ist jedoch auch die Zeit des Halters. Bekannterweise ist ein Vorurteil gegenüber Barfen, dass es sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Viele Halter frieren die Futterrationen ihres Hundes ein. Manche bereiten diese aber auch frisch zu.

Hundehalter, denen das Vorbereiten zu viel Zeit in Anspruch nimmt, können auch Barf-Produkte nutzen, die von vielen Herstellern angeboten werden. Sie können in beliebigen Rationen erstanden werden. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Kosten, da Unwissende gerne mal die Preise des Fleisches für den Hund mit dem Nackensteak aus dem Discounter vergleichen.

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