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Ausreißer oder entführt?

Von Marit Weber, 8f, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Die Mutter dachte, dass ihre elfjährige Tochter Anastasia zur Schule ging, doch dort kam sie nie an. Warum? Wo ist sie? Und auch nach der Schule kam sie nicht nach Hause. Die Mutter rief voller Hoffnung in der Schule an, doch dort erfuhr sie, dass ihre Tochter Anastasia B. schon den ganzen Tag dort nicht erschienen war.

Sie konnte sich nicht erklären, warum Anastasia weggelaufen sein sollte. „Oder vielleicht wurde sie ja auch entführt!“, befürchtete die Mutter vollkommen aufgelöst. Viele Kinder verschwinden wegen Eheproblemen oder weil sie gemobbt werden. Diese 98 Prozent nennt man „Ausreißer“ und die restlichen 2 Prozent verschwinden, weil sie Opfer einer Entführung werden.

Zuerst alarmierte die Mutter die Polizei und denen schilderte sie die Situation. „In solchen Fällen muss die Polizei schnell handeln!“, erzählt uns der Polizist Dejan Smuk. Die Polizei braucht in solchen Fällen immer eine genaue Beschreibung des Kindes und ein Foto. Wenn das Kind nach längerer Zeit nicht gefunden wird, müssten die Eltern einer Veröffentlichung des Fotos zustimmen.

Die Polizei rät der Mutter, dass sie alle Bekannten anrufen solle, damit sie helfen können, Anastasia zu finden. Es gibt eine Initiative namens „Vermisste Kinder“, die man unterstützen kann, um die Kinder zu finden. Die Initiative arbeitet eng mit der Polizei zusammen, sowie mit der Serie „Aktenzeichen XY“ im ZDF.

Auch das Jugendamt hilft den betroffenen Familien in dieser Zeit und betreut auch danach. Sie unterstützen die Familien in Gesprächen, in denen sie herausfinden wollen, warum das Kind verschwunden ist. Zum Glück kam Anastasia schnell nach Hause, denn ein Bekannter kannte den Aufenthaltsort der Vermissten. Nun sind alle sehr froh, dass Anastasia wohlbehalten nach Hause gekommen ist.

Also gehört Anastasia zu den „Ausreißern“ Und diese kommen meistens nach spätestens zwei Wochen wieder nach Hause. Doch leider sind in Deutschland immer noch 1864 verschwunden. Wenn Sie helfen wollen, gehen sie auf die Internetseite www.vermisste-kinder.de.

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